​Gegen Eintracht Frankfurt kam Nicolai Müller nach seiner Verletzung zu seinem Comeback und zu rund zehn Minuten Einsatzzeit. Er ersetzte Gotoku Sakai, doch am Ergebnis änderte das nichts mehr: der HSV verlor in Frankfurt mit 0:3 und braucht am letzten Spieltag mitunter eine Brise Glück, um doch noch Chancen auf den Relegationsplatz zu haben. Müller könnte im letzten Saisonspiel ein Thema für die Startformation werden.


Hamburger SV Training Session

Könnte im letzten Saisonspiel auf Nicolai Müller setzen: HSV-Coach Christian Titz.


Alles oder nichts heißt es für die Norddeutschen am letzten Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison. Am Samstag um 15:30 Uhr steht das schwierige Duell gegen Borussia Mönchengladbach an. Nur mit einem Sieg im heimischen Stadion bewahrt sich die Truppe um Christian Titz theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Theoretisch deshalb, weil die Wolfsburger ihr Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln verlieren müssten.


Im Training der Hamburger deutete sich bereits an, was auf die 'Fohlen' am Samstag zukommen könnte. Laut Hamburger Morgenpost ersetzte Gian-Luca Waldschmidt Kostić in der A-Elf, während Nicolai Müller für den angeschlagenen Tatsuya Ito ran durfte. Die komplette erste Elf des Trainings las sich wie folgt: Pollersbeck – Sakai, Papadopoulos, Jung, Santos – Ekdal – Steinmann – Waldschmidt, Holtby, Müller – Wood.


Während sich ein Startelfeinsatz des 30-jährigen Müller in dieser Hinsicht anzubahnen scheint, glaubt der Spieler selbst nicht an einen solchen Einsatz. "Das muss der Trainer entscheiden. Ich glaube nicht, dass ich kommende Woche von Beginn an spielen werde. Aber wenn er mich bringt – warum nicht?", wird Müller von der Morgenpost zitiert. Generell zeigt sich der Angreifer über sein Verletzungscomeback natürlich erfreut. 

Eintracht Frankfurt v Hamburger SV - Bundesliga

"Sehr emotional" - Nicolai Müller über sein Verletzungscomeback.


"Persönlich bin ich auf jeden Fall glücklich. Nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen, war sehr emotional für mich. Ich freue mich einfach darüber" und betonte zugleich, dass die Rückkehr auf den Rasen sein übergeordnetes Saisonziel gewesen sei. "Darauf habe ich hingearbeitet – auf nichts anderes. Das war mein großes Ziel. Es ist ja nicht alles ganz nach Plan gelaufen und hat etwas länger gedauert. Die Spiele wurden immer weniger. Aber jetzt hat es zum Glück geklappt", ergänzte Müller.


"Fußball ist ein Kopf-Spiel", empfindet indes Trainer Christian Titz, der den großen Druck gegen die Hessen als einer der Faktoren für den Leistungsabfall ansah. Der Partie gegen Mönchengladbach sieht der 47-Jährige deswegen optimistisch entgegen, denn schließlich steht der HSV einmal mehr mit dem Rücken zur Wand. "Gegen Gladbach ist die Situation wieder genau umgekehrt, weil wir es nicht aus eigener Kraft schaffen können und auf andere angewiesen sind. Daher ist es eher als Chance für uns zu bewerten. Mein Gefühl sagt mir, dass wir sehr gut vorbereitet in das Spiel gehen und alles geben werden." Ob dies dann auch den Tatsachen entspricht, wird sich am kommenden Samstag zeigen.