​Bordeaux-Star Malcom wurde im Winter als heißer Kandidat für die Nachfolge von Arjen Robben und Franck Ribéry gehandelt. Medienberichten zufolge hat es im Februar ein Treffen zwischen den Verantwortlichen des FC Bayern München und den Beratern des Flügelspielers gegeben. Ende März stempelte FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge die Gerüchte um den Brasilianer als "Ente" ab. Für Bordeaux-Präsident Stephane Martin ist das Thema allerdings längst noch nicht abgehakt. 


"​Das ist eine Ente, die auf einem Münchner See gelandet ist", nahm Rummenigge gegenüber dem kicker zu den Malcom-Gerüchten Stellung. "Ein Dementi zu diesem Zeitpunkt bedeutet wenig", sagte Martin im Interview mit der Bild-Zeitung. "Erstens wäre es meiner Meinung nach nicht die richtige Botschaft an die vorhandenen Spieler. Zweitens würde man anderen Vereinen schon sehr früh über seine Zukunfts-Pläne informieren. Malcom kann noch weiter von Bayern träumen."

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Bordeaux-Präsident Stephane Martin



Wie die Sport Bild im Februar berichtete, sollen die Münchner Verantwortlichen mit Malcoms Beratern die Rahmenbedingungen für einen Transfer abgesteckt haben. Der 21-Jährige erklärte gegenüber dem Boulevardblatt, dass er davon nichts wissen würde. "Darüber haben meine Berater und ich nicht gesprochen. Wenn es aber stimmt, macht es mich sehr glücklich. Bayern ist einer der größten Klubs weltweit", gab der Brasilianer zu Protokoll. 


Als Hindernis galt damals die geforderte Ablösesumme von rund 60 Millionen Euro. Martin wollte sich zu dieser Zahl mit Blick auf die kommende Transferperiode nicht weiter äußern. "Ich konzentriere mich auf die aktuelle Saison. Wenn der Transfermarkt wieder geöffnet ist, wird es Gespräche mit Vereinen darüber geben", so der Präsident. "Neben Klubs aus Deutschland und England sind auch spanische Vereine interessiert." Bei Girondins Bordeaux ist Malcom, dessen Marktwert auf 45 Millionen Euro geschätzt wird, vertraglich noch bis Sommer 2021 gebunden. 

Die Chancen auf einen Wechsel zum FC Bayern dürften derzeit allerdings gegen Null gehen. Mit den beiden Youngstern Kingsley Coman und Serge Gnabry sowie den zwei Routiniers Robben und Ribéry, die ihre auslaufenden Verträge voraussichtlich zeitnah verlängern werden, sehen sich die Münchner ​auf den offensiven Außenbahnen bestens aufgestellt. Die Personalie Malcom spielt beim deutschen Rekordmeister daher wohl keine Rolle.