​Langsam könnte es eng werden mit der WM. Lange Zeit lief bei Manuel Neuer alles nach Plan. Nach seinem Mittelfußbruch gestaltete sich die Reha zufriedenstellend und ein Comeback stand kurz bevor. Doch in Köln stand erneut Vertreter Sven Ulreich zwischen den Pfosten, denn der Welttorhüter musste erneut pausieren. Nun ist auch der Einsatz im letzten Saisonspiel gegen Stuttgart fraglich.


Langsam aber sicher stellt sich die Frage: Kann Joachim Löw einen Spieler ins Tor stellen, der nahezu die komplette Saison kein einziges Pflichtspiel absolvierte? Dass Manuel Neuer einen Platz im WM-Kader finden wird, ist unumstritten. Allerdings scheiden sich die Geister bei der Frage nach der Nummer eins, gerade auch weil Marc-André ter Stegen eine starke Runde spielt.



Zudem verzögert sich die Rückkehr Neuers auf den Platz. Eigentlich sollte er bereits beim Auswärtsspiel in Köln den Bayern-Kasten hüten, doch ein Knochenödem zwang dem 32-Jährigen eine Pause auf. Dies geht aus einem Bericht der BILD hervor. Auch ein Einsatz am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart ist demnach fraglich.


Laut dem Blatt will Bundestrainer Löw deshalb auch mit gleich vier Torhütern ins Vorbereitungscamp gehen. Neben Neuer sollen ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp mit von der Partie sein. Löw gibt seinem Keeper also alle Zeit der Welt, will allerdings auch auf eventuelle Rückschläge vorbereitet sein. Sollte Manuel Neuer aber tatsächlich die Nummer eins werden, könnte das WM-Auftaktspiel gegen Mexiko am 17. Juni das erste Pflichtspiel des Bayern-Keepers seit dem 16. September sein. Sicherlich keine einfach Situation für alle Beteiligten.