​Obwohl es sportlich um nicht mehr viel ging, mangelte es dem 238. Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid (2:2) nicht an Brisanz. Kurz vor der Pause flog Sergi Roberto nach einer Tätlichkeit vom Platz, dem Tor von Lionel Messi ging ein Foul von Luis Suarez voraus. Beide Teams fühlten sich am Ende ungerecht behandelt. Übeltäter Suarez zumindest, zeigte sich nach der Partie einsichtig.


"Ich war schon erstaunt, dass der Schiedsrichter meinen Zweikampf mit Varane nicht abgepfiffen hat", gab der Uruguayer im Anschluss an die Partie zu. "Ja, ich denke es war ein kleines Foul." Doch der Referee sah das anders und gab den Treffer von Kollege Lionel Messi. Zwar rettete der zuletzt gescholtene Gareth Bale die Königlichen noch zum 2:2, am Ende aber fühlten sich beide Teams benachteiligt.



Denn auch die Katalanen mussten einen Rückschlag einstecken. Sergi Roberto sah kurz vor der Halbzeitpause nach einem Schlag gegen Marcelo die Rote Karte. "Wir wollten gewinnen, aber die Rote Karte hat uns sehr weh getan", erklärte Suarez. Sein Coach Ernesto Valverde hatte jedoch nur wenig Verständnis für die Entscheidung des Schiris: "Ich bin ein wenig überrascht über diese Rote Karte", so der Barca-Coach, der die hohe Intensität des Spiels betonte. 



Allerdings sprach sich der 54-Jährige gegen die Einführung des Videobeweises auch auf der iberischen Halbinsel aus: "Der VAR hätte wohl bei jeder Kleinigkeit eingegriffen." Während in vielen Top-Ligen Europas bereits das technische Hilfswerk verwendet wird, sträuben sich die Spanier noch mit der Einführung. Zumindest der gestrige Clasico hätte mit dem VAR durchaus fairer gestaltet werden können.