Voller Rätsel ist bisher die Personalie Manuel Neuer. Ob der viermalige Welttorhüter in dieser Saison noch mal zum Einsatz kommt, steht nach wie vor in den Sternen. Sven Ulreich, Neuers etatmäßiger Vertreter, würde sich freuen, im DFB-Pokalfinale auf dem Platz zu stehen.


Sven Ulreich lieferte in der vergangenen Woche Gesprächsstoff. Im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals bei Real Madrid (2:2) hatte der Vertreter von Manuel Neuer einen Blackout, den Karim Benzema zum zwischenzeitlichen 2:1 nutzte. Zwischenzeitlich ließ Ulreich verlauten, dass er sich seine Saison von diesem Patzer nicht kaputtreden lasse.


Ob Neuer, die unangefochtene Nummer eins des FC Bayern, in den letzten beiden Saisonspielen noch mal zwischen den Pfosten steht, ​ist vage. Am 19. Mai steigt das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion. Gegen Eintracht Frankfurt würde Ulreich gerne spielen, wie er dem kicker verrät: „Ich würde mich freuen, das Finale zu spielen. Ich habe eine gute Saison gespielt und geholfen, dass wir im Pokal ins Finale gekommen sind.“

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Nicht mehr auf Krücken: Manuel Neuer


Wenn Neuer aber fit sei und der Trainer sage, Neuer spiele, „dann ist das so“, fügt Ulreich an. „Ich verstehe, dass Manu Spielpraxis braucht, das ist auch wichtig für das Nationalteam.“ Ob es Ulreich aufgrund seiner hervorragenden Saison in den WM-Kader schafft, steht wohl nicht zur Debatte. „Von Kindheit an war es ein Traum für mich, für Deutschland zu spielen, ich würde mich freuen, aber ich gehe aktuell nicht davon aus“, so der 29-Jährige. Es sei schon eine Ehre, überhaupt in den Kreis der Kandidaten aufgestiegen zu sein.


Ebenfalls mit fragenden Blicken wurde Ulreichs Vertragsverlängerung bis 2021 beäugt. „Ich bin mit der Entscheidung voll im Reinen“, nimmt der Schorndorfer Stellung, der nach Neuers vollkommener Gesundung wieder ins zweite Glied rücken wird. „Es waren Überlegungen da, etwas anderes zu machen, aber letztlich bin ich hier bei Bayern in einem wundervollen Verein, in dem ich mich sehr wohlfühle.“ Trotz allem hoffe Ulreich darauf, auch in den nächsten Jahren „auf meine Spiele zu kommen“.