In der Bundesliga ist der FC Bayern München eine Klasse für sich. Die Mannschaft von Jupp Heynckes, die sich bereits am siebten April beim 4:1-Auswärtssieg in Augsburg vorzeitig die sechste Meisterschaft in Folge sicherte, gab sich beim ​3:1-Erfolg beim bereits abgestiegenen 1. FC Köln nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit keine Blöße und fuhr den 14. Sieg im 16. Rückrundenspiel ein. Den Münchnern steckte allerdings noch immer das bittere Aus in der Champions League gegen Real Madrid in den Knochen, wie die Spieler nach der Partie zugaben.


Am Ende war es nur ein Sieg von vielen, die der FC Bayern München in dieser Saison einfuhr. Doch die Partie in Köln verlief besonders in der ersten Halbzeit nicht so, wie es sich Trainer Jupp Heynckes vorgestellt hat. Der Absteiger wirkte agiler, hatte ein deutliches Chancenplus und lag dank des bereits dritten Eigentores von Niklas Süle zur Pause mit 1:0 in Führung. Danach schalteten die Münchner jedoch wieder einige Gänge hoch und sicherten sich dank den Treffern von James Rodriguez, Robert Lewandowski und Correntin Tolisso den insgesamt 27. Saisonsieg.

1. FC Koeln v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

    Bayern-Trainer Jupp Heynckes war mit der Leistung seiner Spieler zu Beginn sichtbar                                                                   unzufrieden


"Nach dem intensiven Spiel am Dienstag war es nicht leicht, wieder in den Bundesliga-Modus zu wechseln. Köln hat es gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Wir hatten keine zwingenden Torchancen", resümierte Heynckes die erste Halbzeit seiner Spieler. Nach dem Seitenwechsel habe man jedoch "wieder großartige Moral bewiesen. Da hat die Mannschaft gezeigt, was in ihr steckt", wird der 72-Jährige auf der vereinseigenen Website zitiert. "Wir haben das Geschehen diktiert, Torchancen erspielt und verwertet. Es war wichtig, dass wir das Spiel gewinnen und unsere Serie ausbauen", führte Heynckes fort.


Ähnlich bewertete es auch Joshua Kimmich. Die ersten 45 Minuten seien "nicht unser Anspruch" gewesen, so der Rechtsverteidiger, der im Anschluss darauf hinwies, "dass wir auch keine Maschinen sind. Man merkt es körperlich, dass man am Dienstag ein schweres Spiel hatte. Und mental ist es extrem bitter, wenn man sieht, wie wir in Madrid ausgeschieden sind." Auch für Hummels war die Partie in Köln "nicht so leicht", doch das erneute Scheitern in der Champions League scheint sich nicht nur körperlich bemerkbar zu machen.


James hadert - Müller blickt nach vorne


"Ich denke, bis zur nächsten Saison wird das jeder für sich verarbeitet haben", sagte James im Interview mit bundesliga.com. Die Leihgabe von Real Madrid haderte bemerkbar mit dem ​2:2-Unentschieden am vergangenen Dienstag: "Ich denke nicht, dass es fair war. Wir haben gut gespielt, aber so ist Fußball nun einmal. Wir müssen jetzt an die Revanche in der nächsten Champions League Saison denken."

1. FC Koeln v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

             Der Treffer zum 1:1 war James siebtes Saisontor in der Bundesliga


Ganz so weit ging Thomas Müller noch nicht. Der Kapitän, der beim gestrigen Sieg seine Torvorlagen 15 und 16 gab, richtete den Fokus voll auf die letzten beiden Pflichtspiele der Saison: "Jetzt haben wir zwei Tage frei und können nochmal ein bisschen durchschnaufen. Wir haben noch zwei Spiele, eines davon ist sehr wichtig. Wir werden es so angehen wie die letzten Wochen auch", so der 28-Jährige. 


Neben der abschließenden Partie gegen den VfB Stuttgart steht für die Bayern noch das Pokalfinale am 19. Mai gegen Eintracht Frankfurt an. Mit dem Double will man Jupp Heynckes gebührend verabschieden, um dann mit Eintracht-Trainer Niko Kovac in der nächsten Saison erneut anzugreifen und nach dem letzten Triumph vor fünf Jahren wieder den begehrten Henkelpott zu gewinnen.