Roman Weidenfeller wurde am Samstag bei seinem letzten Spiel im Westfalenstadion gebührend von den Fans verabschiedet. Trotz einer katastrophalen Leistungdes BVB, bescherten die Anhänger auf den Rängen Weidenfeller nach 16 Jahren einen Abschied, den er so schnell nicht vergessen dürfte. 


Borussia Dortmund pendelt dieser Tage zwischen Romantik und Ladehemmung. Auf der einen Seite stand am Samstagnachmittag beim Bundesliga-Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 der Abschied von Roman Weidenfeller aus seinem Wohnzimmer im Fokus. Auf der anderen Seite spielt der BVB aber noch um wichtige Punkte, da die Champions-League-Qualifikation noch nicht in trockenen Tüchern ist. Gegen Mainz 05 verpasste der BVB diesen Schritt.

Mit 1:2 gingen die Borussen im heimischen Stadion unter, zeigten dabei eine nicht akzeptable Leistung. Außerdem vermiesten sie damit Roman Weidenfeller einen letzten Auftritt im Westfalenstadion; lediglich bei einem passenden Resultat wäre der Schlussmann eingewechselt worden. So blieb der Dortmunder Vereinsikone 'lediglich' die Ehrenrunde durchs Stadion nach der Partie.


Roman Weidenfeller genoss seinen Abschied in Dortmund trotz 90 Minuten auf der Bank: „Ich habe volles Verständnis für Peter Stöger. Er hat lieber noch einen Offensivmann gebracht. Trotzdem war es ein sehr emotionaler Abschied für mich, den ich ein Leben lang nicht vergessen werde. Skurril, dass ich auf dem Zaun stand und gefeiert wurde. Die Mannschaft daneben hatte nichts zu feiern", wird der 37-Jährige von der Bild zitiert. 

Und während seine Kollegen von den Fans - ob der Leistung zurecht! - ausgepfiffen wurden, hatte Roman Weidenfeller seinen letzten großen Auftritt im Dortmunder Westfalenstadion. Der Keeper feierte mit den Fans auf dem Zaun, drehte seine Ehrenrunde und ließ die Südtribüne ein letztes Mal kochen. Dass Weidenfeller keine Einwechslung vergönnt war, nagt allerdings an den Mitspielern: "Roman hätte den persönlichen Abschied auf dem Platz verdient gehabt. Jeder von uns muss sich da mal Gedanken machen", sagte Roman Bürki. Denn mit Roman Weidenfeller verabschiedet sich beim BVB leider nicht auch das Mentalitätsproblem der Dortmunder.