Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) trifft Hertha BSC in der HDI-Arena auf Hannover 96. Beim Auswärtsspiel in Niedersachsen ist unter anderem Nachwuchsspieler Florian Baak mit von der Partie, doch für einen weiteren Innenverteidiger mit deutlich mehr Bundesliga-Erfahrung hatte Trainer Pal Dardai nach der jüngsten Kritik zunächst keine Verwendung mehr: Jordan Torunarigha. Wie der kicker berichtet, wird Dardai auf vorerst auf den U-21 Nationalspieler verzichten. Ob er in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommt, scheint mehr als fraglich.


Seit 2006 spielt Jordan Torunarigha für Hertha BSC. Der Abwehrspieler wechselte vor zwölf Jahren ablösefrei von der Jugendabteilung des Chemnitzer FC zur Hertha und wurde im Dezember 2016 mit seinem ersten Profivertrag ausgestattet. Seitdem absolvierte er insgesamt 22 Pflichtspiele für die Mannschaft von Pal Dardai - nach seinem Geschmack zu wenige.

Hertha BSC v Hannover 96 - Bundesliga

        In der laufenden Saison kam Jordan Torunarigha insgesamt 14 Mal für die erste                                                             Mannschaft zum Einsatz


Nachdem der Spieler bereits über Instagram seinen Unmut äußerte, ​forderte dessen Berater, Tomas Zorn, vor wenigen Tagen: "Die jetzige Situation muss sich in der kommende Saison ändern." Torunarigha habe "den Anspruch, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen und sich im Verein, aber auch bei der U21-Nationalmannschaft, festzuspielen", so der 31-Jährige laut Bild. Es sei "Fakt, dass Jordan bei seinen Einsätzen wie gegen Bayern gute bis sehr gute Leistungen gezeigt hat." Trotz aller Kritik sei ein weiterer Verbleib bei der Hertha jedoch die "favorisierte Option."


Dardai streicht Torunarigha aus dem Kader - vorerst


Doch bereits nach Torunarighas eigenständiger Kritik ​schien Dardai sichtlich verärgert: "Was will Jordan erreichen? Hilft ihm das, schneller in die Mannschaft zu kommen?" Der 42-Jährige wollte zunächst ein Gespräch mit dem Spieler suchen, nachdem auch Manager Michael Preetz den Spieler kritisierte: "Das ist der verkehrte Weg. Ich will, dass Jordan sich auf den Fußball konzentriert und nicht auf das Drumherum", so der 50-Jährige laut einem Bericht der Berliner Morgenpost.

FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga

Planen weiterhin fest mit Torunarigha: Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz                                                                    (v.l.)


Nun ereilt Torunarigha das gleiche Schicksal wie ​Mitchell Weiser, der bereits nach dem 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln am 30. Spieltag aus dem Kader flog. Wie der kicker berichtet, gehört der 20-Jährige nicht zum Aufgebot für das kommende Auswärtsspiel bei Hannover 96. Auch bei der gestrigen Partie der U-23 gegen Chemie Leipzig durfte der Innenverteidiger nicht mitwirken. 


Wie weiter berichtet wird, sei die Maßnahme von Dardai allerdings nur ein Denkzettel. Demnach plane man in Berlin weiterhin mit Torunarigha, der allerdings die von Dardai eingeforderte Geduld benötigen wird, um sich in der kommenden Saison einen Stammplatz zu erarbeiten.