Der norddeutsche Fußballklub Holstein Kiel liegt in der zweiten Bundesliga mit fünf Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz zur Oberklasse im deutschen Fußball. Am Sonntag können die Störche die Playoffs bereits klar machen. Doch im Falle eines Aufstiegs wird es zu einem großen (kleinen) Problem kommen. 


Das kleine Problem ist die Spielstätte Kiels. Das Holstein-Stadion fasst nur Platz für 12.000 Anhänger und erreicht damit nicht die Norm des Deutschen Fußball-Bunds (DFB). Diese sieht vor, dass mindestens 15.000 Fans in die Stadien pilgern können. Das könne Kiel mit einem Umbau aber erst zum Sommer nächsten Jahres erreichen, eine Sondergenehmigung will der Verband nicht stellen. 


Deshalb muss für eine Saison ein Ausweichplatz gefunden werden. Ein Kandidat war bislang das Volksparkstadion des Hamburger SV. 57.000 Fans passen in die Arena rein, damit genug. Doch das große Probleme für den KSV? Der HSV macht da nicht mit. „Aufgrund der Besonderheit, dass wir den identischen Trakt für Training und Spielbetrieb nutzen, wäre kein adäquater Trainingsbetrieb bei Kieler Heimspielen für unsere Profis sichergestellt“, erklärte der Alleinvorstand des Hamburger Sport-Vereins, Frank Wettstein auf BILD-Anfrage und bestätigte, dass Holstein Kiel im Falle eines Aufstiegs nicht in Hamburg spielen wird.

Holstein Kiel v Hansa Rostock - 3. Liga

Zu klein: Das Holstein-Stadion


Ein weiterer Kandidat soll das Millerntor-Stadion des 1. FC St. Pauli sein. Und Kiel muss darauf hoffen, dass auch das nicht ein Schuss in den Ofen ist.