​Skandal beim Regionalligisten Lokomotive Leipzig! Wie die Bild-Zeitung berichtet, kam es im Inneren des Vereins zu unschönen und rechtsradikalen Szenen. Der Verein hat daraufhin unmittelbar gehandelt.


Die Verantwortlichen des Traditionsvereins entschieden sich dazu, eine komplette Jugendmannschaft und ihren verantwortlichen Trainer zu suspendieren. Dabei handelte es sich konkret um die B-Junioren des Vereines des Jahrgangs 2003/2004. 


Der Grund für die rigorose Maßnahme: ein Mannschaftsfoto war aufgetaucht, welches das Team oberkörperfrei und mit dem Hitlergruß posierend zeigte. Der Co-Trainer der Mannschaft soll dazu aufgefordert haben. 19 Jugendspieler seien betroffen, darunter Junioren aus vier Nationen. Das Bild sei über eine Whats-App-Gruppe verbreitet worden und so habe auch der Verein Informationen darüber erhalten und habe dementsprechend reagieren müssen.


Trainer-Entlassung und Strafanzeige 


Der erwähnte Trainer wurde inzwischen gefeuert, zudem wurde Strafanzeige gestellt. Der Präsident des Vereines, Thomas Löwe, äußerte sich wie folgt: "Wir stehen alle unter Schock.“ Zu den betroffenen Jugendspielern, die zunächst aus dem Training genommen wurden, sagte er: "Die Jungs wissen, dass sie Mist gebaut haben. Wir wollen sie aber nicht als Menschen verlieren, sondern auf einen guten Weg zurückholen."


Von Tag 24 wurde er weiterhin wie folgt zitiert. "Wir haben diesen unglaublichen Vorfall in den letzten beiden Tagen intensiv ausgewertet und sofort die entsprechenden Konsequenzen gezogen." Der Verein teilte darüber hinaus mit: "Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes Sportlers, Vereinsmitglieds und Menschen mit gesundem Menschenverstand. Beim Zeigen dieses Grußes handelt es sich nicht nur um den Straftatbestand der Volksverhetzung, er steht stellvertretend für die millionenfache Ermordung von Menschen in einem Unrechtssystem."


Jegliche Form von Diskriminierung passe "weder zum blau-gelben Fußball oder zu unserem Leitbild, noch zum Sport im Allgemeinen", so die Mitteilung des Vereines, bei dem 250 Kinder und Jugendliche aktiv sind.