Der 1. FC Köln steht weiterhin vor dem Umbruch. Nach dem besiegelten Abstieg in die zweite Liga planen die 'Domstädter' um Geschäftsführer Armin Veh den Kader für die neue Saison, wobei man auf Leistungsträger wie Jonas Hector oder Timo Horn zurückgreifen kann. Anders hingegen scheint es unter anderem bei Yuya Osako, der den Verein im Sommer offenbar verlassen wird. Ein ​Wechsel zu Fortuna Düsseldorf scheint allerdings kein Thema. Zwar schwärmte Trainer Friedhelm Funkel vom 27-Jährigen, doch aus finanzieller Sicht scheint eine tatsächliche Verpflichtung kaum realisierbar.


Trotz positiver Botschaften wie einem Verbleib von Jonas Hector, Timo Horn - ​der zusätzlich seinen Vertrag bis 2023 verlängerte - oder ​Marcel Risse wird der 1. FC Köln im Sommer einige Abgänge seiner Leistungsträger verkraften müssen. Neben Spekulationen um einen ​Wechsel von Leonardo Bittencourt zu Werder Bremen bestehen vor allem Gerüchte um einen Abgang von Stürmer Yuya Osako. 


Wie die ​Bild berichtet, könne der Japaner im Sommer von einer Ausstiegsklausel in Höhe von fünf Millionen Euro Gebrauch machen, die es ihm erlauben würde, den 'Effzeh' zu verlassen. Während unter anderem der Sportbuzzer von einem vermeintlichen Interesse von Hannover 96 berichtet, rankten sich uzletzt auch Gerüchte um eine mögliche Verpflichtung seitens Fortuna Düsseldorf. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger meldete, sei F95-Trainer Friedhelm Funkel einem Transfer seines ehemaligen Schützlings gegenüber nicht abgeneigt: "Yuya würde ich mit Kusshand nehmen und liebend gerne verpflichten. Er ist ein Klasse-Typ, der spielerisch zu uns passen würde und eine große Bereitschaft mitbringt", so der 64-Jährige.


Zu teuer: Osako-Transfer "nicht machbar"


"Sako wohnt ja bereits in Düsseldorf. Und Japaner fühlen sich hier grundsätzlich wohl", führte Funkel fort, wenngleich er die Hoffnung auf eine tatsächliche Verpflichtung im Anschluss hinunterschraubte: "Ich bin Realist. Wir werden wohl keine Chance haben, weil wir die Ablöse und das Gehalt nicht zahlen können."

Yuya Osako Signs For 1860 Muenchen

  Friedhelm Funkel und Yuya Osako (v.l.) kennen sich bereits aus der gemeinsamen Zeit                                                               bei 1860 München 


Auch Sport-Vorstand Robert Schäfer blickt einer Verpflichtung eher pessimistisch entgegen. Zwar habe Osako zu seiner Zeit bei 1860 München, als er im Januar 2014 unter der Leitung von Funkel von den 'Löwen' verpflichtet wurde, gute Leistungen gezeigt, doch der 42-Jährige erklärte laut der Westdeutschen Zeitung: "Das ist für uns wohl nicht machbar."


Dennoch scheint es möglich, dass Osako der Bundesliga auch in Zukunft erhalten bleibt. In seinen bisherigen Einsätzen erzielte der japanische Nationalspieler bislang insgesamt 15 Tore und stand insgesamt 119 Mal für den 1. FC Köln auf dem Platz. Doch den sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte konnte auch er nicht verhindern und wird den bitteren Gang in die zweite Liga offenbar nicht antreten.