​Zeljko Buvac, Co-Trainer beim FC Liverpool, pausiert aus privaten Gründen bis zum Saisonende. So lautet zumindest die offizielle Version. Allerdings scheint es nun kaum mehr einen Zweifel zu geben, dass sich der Bosnier und Jürgen Klopp nach 17 Jahren entzweit haben. Christian Heidel erlebte das Gespann seinerzeit gemeinsam beim FSV Mainz 05 und weiß, dass oft die Fetzen flogen.


"Ich konnte mir nie vorstellen, dass sie nicht mehr zusammenarbeiten", so der heutige Sportdirektor des FC Schalke in einem Gespräch mit der Sport-BILD. "Ich kenne die beiden eigentlich nur zusammen. Ich weiß aber auch, dass sie zwei höchst emotionale Typen sind. Wenn’s in Mainz manchmal losging, dachtest du, die Tür fliegt raus, und wahrscheinlich kommt nur einer raus. Stattdessen kamen sie Arm in Arm raus und sind in die Kneipe gegenüber."



Das Duo erlebte zusammen einige große Erfolge. 2004 gelang ihnen der erstmalige Aufstieg der Mainzer in die Bundesliga, 2011 und 2012 holten sie die deutsche Meisterschaft mit Borussia Dortmund, 2012 gewann man zusätzlich den DFB-Pokal, ein Jahr später schaffte man den Einzug ins Champions-League-Finale.


Doch ausgerechnet vor einer erneuten Finalteilnahme, diesmal mit dem FC Liverpool, krachte es wohl so gewaltig, dass eine Rückkehr Buvacs nicht zur Diskussion steht. 'Kloppo' wird die Herkulesaufgabe in Kiew gegen Real Madrid alleine meistern müssen. 


Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass sich der langjährige Klopp-Assistent noch einmal als Chefcoach empfehlen möchte. U.a. könnte der FC Arsenal ein mögliches Ziel sein. Doch Heidel glaubt nicht, dass sich Buvac ein einfaches Ziel gesteckt hat: "Buvac war, bevor ich ihn als Co-Trainer zu Kloppo und Mainz geholt habe, einmal Cheftrainer, und zwar beim SC Neukirchen. Wenn du 20 Jahre nur die eine Seite machst, nämlich Co-Trainer, ist das nochmal eine ganz neue Herausforderung als Chef-Coach. Früher war es nicht seine Ambition, weil er nie der Typ war, der in vorderster Front steht. Da hat immer Sportskamerad Klopp gestanden, während Buvac 'The Brain', das Gehirn war. Die zwei passen überragend gut zusammen, auch menschlich."