​Wer bei Borussia Dortmund in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird, ist nach wie vor offen. Trotz einer ansehnlichen Bilanz wird der aktuelle Chef-Coach Peter Stöger am Saisonende wohl gehen müssen - neben dem hoch gehandelten Lucien Favre taucht ein neuer Kandidat auf.


Lucien Favre, Niko Kovac, Marco Rose, Ralph Hasenhüttl und Julian Nagelsmann: Die Liste der potentiellen Kandidaten, die im Sommer den Trainerposten beim BVB übernehmen könnten, ist lang. Nun bringen Gazetten wie France Football und TuttoMercatoWeb einen weiteren Namen ins Spiel, der bislang der prominenteste in der ​Dortmunder Gerüchteküche ist: André Villas-Boas.

Der 40-Jährige machte sich vor sieben Jahren beim FC Porto einen Namen, indem er die Europa League mit den Portugiesen gewann. Schnell wurde 'AVB' als Mini-Mourinho gefeiert. Anschließend folgten allerdings glücklose Stationen beim FC Chelsea und Tottenham Hotspur, wo der Erfolg ausblieb.


Neuen Schwung erhielt seine Karriere bei Zenit St. Petersburg (2014 - 2016), mit denen Villas-Boas u.a. die Meisterschaft und den Pokalsieg feierte. Im vergangenen Jahr wagte der Star-Trainer dann einen Versuch in China bei Shanghai SIPG, wo er das Engagement im November beendete und seitdem vereinslos ist.

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Im November 2017 beendete Villas-Boas seine Tätigkeit als Coach in China



Laut France Football hat der BVB nun Kontakt zum Portugiesen aufgenommen, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Noch im Februar dieses Jahres hatte Villas-Boas gegenüber Sport1 betont, mit einem Job in der Bundesliga zu liebäugeln: "Ich versuche schon seit Jahren deutsch zu lernen. (...) Vielleicht passiert etwas im Sommer." 


Die Chancen der Schwarz-Gelben könnten durchaus schlechter stehen. Einzig das Gehalt könnte ein Knackpunkt bei etwaigen Verhandlungen werden, schließlich verdiente der 40-Jährige bei seinen bisherigen Stationen - vor allem in Russland und China - außerordentlich gut.