​Lucas Alario war vor der Saison für stolze 19 Millionen Euro aus Argentinien zur "Werkself" gekommen und startete gut in seine erste Bundesligasaison. Bislang erzielte er sieben Tore und bereitete fünf weitere vor. Nach seinem Platzverweis im Derby gegen den 1. FC Köln durchlebt der 25-Jährige allerdings ein Formtief. Im Interview erklärte der Stürmer, noch immer über die Rote Karte nachzudenken.


"Das ist ziemlich schwierig. Ich bin einer, der viel über seine Fehler nachdenkt - besonders, wenn ich allein zuhause bin", so Alario in der BILD. Vor allem sein Fehlverhalten im Derby gegen die "Geißböcke", für das er völlig zurecht die Rote Karte bekam, wurmt ihn noch immer. 


"Ich ärgere mich vor allem über den Platzverweis. Es war ein Derby und ich hatte vorher richtig Selbstvertrauen gesammelt, regelmäßig getroffen und fühlte mich richtig gut." Der Ellenbogenschlag gegen FC-Verteidiger Dominic Maroh habe "der Mannschaft und mir selbst geschadet. Ich musste drei Spiele zuschauen und konnte nur trainieren. Ohne Spiele verliert man den Rhythmus."

1. FC Koeln v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Platzverweis: Alario musste den Platz nach seiner Tätlichkeit gegen Köln vorzeitig verlassen



Gegen den VfB Stuttgart verschoss der Argentinier darüber hinaus am vergangenen Wochenende einen Elfmeter, was sicher auch am Selbstvertrauen nagen könnte. "Ab und zu kommt mir die Aktion noch in den Sinn, auch wenn ich es eigentlich ganz gut verarbeitet habe. Meine Teamkollegen und das Trainerteam haben mich aufgebaut und dafür gesorgt, dass ich mich für den Moment besser fühle, so bitter es auch gelaufen ist. Es tut mir für die Mannschaft leid", erklärte der 25-Jährige. Das Spiel gegen die Schwaben verlor man letztlich trotz einiger großer Torchancen vor heimischem Publikum mit 0:1. 


In schwierigen Zeiten sei es neben der Mannschaft jedoch vor allem auch die Familie, die dem Angreifer Trost spendet und neues Selbstvertrauen schenkt. Regelmäßigen Kontakt hat Alario auch nach seinem Wechsel nach Deutschland "mit meinen beiden Brüdern und meinem Vater. Fast meine ganze Familie lebt in meiner kleinen Heimatstadt in Argentinien. Wir sprechen fast jeden Tag via FaceTime." Auch wenn ihn tausende Kilometer von der Heimat und der Familie in Südamerika trennen, fühle er sich bei Bayer in Deutschland "sehr wohl. Um das Familienleben zu genießen, bleiben die Ferien."

Bayer 04 Leverkusen v VfB Stuttgart - Bundesliga

Pechvogel: Alario verschoss gegen den VfB Stuttgart einen Elfmeter 



Was das Saisonfinale angeht, hofft Alario weiterhin auf die direkte Champions-League-Qualifikation. "Wir sind sehr optimistisch. Es hängt zwar nicht mehr alleine von uns ab und wir müssen ein bisschen Glück haben. Aber wenn wir beide Spiele gewinnen, können wir es schaffen. Wir werden diese zwei Spiele wie ein Finale angehen. Die Hoffnung und der Glaube sind da."