​Der langjährige Trainer des FC Arsenal war in der Pressekonferenz vor dem Europa-League-Halbfinale bestens aufgelegt. Die Ergebnisse waren in den letzten Jahren zwar nicht mehr so positiv wie früher, der Elsässer betonte jedoch abermals, wie groß die Liebe zu seinem Arbeitgeber ist. Leider kommt diese "Liebesgeschichte" zu einem Ende, denn ​Wenger kündigte bereits seinen Rücktritt an.


Arsène Wenger ist ohne Zweifel eine Ikone des Fußballs. Der Elsässer übernahm nach Stationen in Frankreich und Japan das Traineramt des FC Arsenal. Wie groß sein Einfluss auf den Verein und die Liga werden sollte, konnte niemand ahnen. Er revolutionierte das Spiel in England, beeindruckte mit wunderbarem Offensivfußball, arbeitete sehr akribisch, ordnete strenge Diäten und Ernährungspläne an und überzeugte mit dem Charakter eines wahren Gentleman. 

Einen Trainerposten bei einem Verein 22 Jahre lang zu bekleiden erfordert hohe Aufopferungsbereitschaft und wahre Hingabe. Auf der Pressekonferenz vor dem Europa-League-Halbfinale betonte Wenger abermals seine Liebe zum FC Arsenal:

"Ich denke, ein Mann muss sein Bestes geben solange er irgendwo (bei einem Verein,Anm.) ist. Ich würde Arsenal eines Tages gerne mit all meiner Hingabe und Energie verlassen und sagen können, dass ich bis zum letzten Tag mit vollem Fokus für Arsenal gearbeitet habe."
"Wenn meine Anstellung bei Arsenal zu Ende geht, werde ich sehen, wohin ich gehe, aber ich möchte diese Liebesgeschichte schön beenden", so Wenger.

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Arsène Wenger an der Seitenlinie im heimischen Emirates Stadium


Die Europa-League-Partie am heutigen Abend wird Wengers Spiel Nummer 250 in einem europäischen Wettbewerb und er wird all seine Erfahrung benötigen, um Atlético Madrid in deren Stadion schlagen zu können. Das Hinspiel in London endete mit 1:1 und die Gunners brauchen unbedingt einen Sieg, wenn sie am Finale in Lyon in teilnehmen möchten. Bedenkt man, dass die Spanier eine Ligabilanz von vier Gegentoren im heimischen Wanda Metropolitano vorzuweisen haben, wird das ein durchaus schwieriges Unterfangen für die Mannschaft von Arsène Wenger.