​Robert Lewandowski war die Enttäuschung nach dem 2:2-Remis und dem damit verbundenen Ausscheiden im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid anzusehen. Im Hinspiel tauchte der Pole praktisch nicht auf, auch im Rückspiel wurde er von den Defensivkräften der Madrilenen gut abgeschirmt. Wird der Stürmer nun die Seiten wechseln, um seine Chance zu vergrößern, die Champions League zu gewinnen? Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg hat einen speziellen Rat für den 29-Jährigen.


Effenberg spielte von 1990 bis 1992 und von 1998 bis 2002 zwei Mal für den deutschen Rekordmeister, verließ ihn folglich auch zwei Mal. Nach seinem Berater-Wechsel wird Lewandowski immer wieder mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Es soll der Klub seiner Träume sein. Bereits vor seinem Engagement bei den Münchnern habe Real Interesse gezeigt. Kommt es im Sommer trotz des bestehenden Vertrages bis 2021 zur vorzeitigen Trennung? Lewandowski stand auf der Seite des Verlierers, als die Bayern zuletzt gegen Borussia Dortmund die Champions-League-Trophäe gewann. Um den Henkelpott zum ersten Mal in seiner Karriere zu gewinnen, könnte das Bernabéu locken.


Stefan Effenberg hat dazu eine klare Meinung. Doch zunächst verteidigt der 49-Jährige den Angreifer und nimmt ihn aus der medialen Schusslinie. "Einer, mit dem das übrigens gar nichts zu tun hat, ist Robert Lewandowski. Er musste sich alleine gegen Ramos, Varane und am Ende auch noch Casemiro durchsetzen – das ist nicht einfach. Da muss man ihn auch mal an anderen Kriterien messen als an Toren. Er hat extrem viel für die Mannschaft gearbeitet. Die Kritik an ihm ist für mich nicht nachvollziehbar - und sie hat auch weder Hand noch Fuß."

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"Spiel ist auf ihn zugeschnitten" - Effenberg erinnert den Polen an seine Vorzüge in München.


Der Rat des ehemaligen Mittelfeldspielers folgte prompt und dieser geht in die Richtung, dass der Pole die Option eines Vereinswechsels mehr als gründlich abwägen sollte. "Ich möchte auch noch etwas zu den Wechselgerüchten um ihn sagen: Es ist nicht ewig her, dass Lewandowski seinen Vertrag unterzeichnet hat – wahrscheinlich mit der Hoffnung, Großes zu erreichen. Sein Ziel ist der Sieg in der Champions League. Wenn er nun angeblich weg will, sollte er eines nicht vergessen: Er ist bei Bayern unangefochten die Nummer eins im Angriff, das Spiel ist auf ihn zugeschnitten, deshalb hat er auch diese überragende Quote in der Liga", so Effenberg über Lewandowski, der in dieser Spielzeit 28 Toren in der Bundesliga bei 28 Einsätzen glänzt.


"Klar wird er im August 30 Jahre alt, aber er hat in den nächsten Jahren die Chance, die Champions League mit Bayern zu gewinnen", fügte Effenberg hinzu. Ob sich der Stürmer ähnliche Gedanken macht, oder ob es schließlich doch zur Trennung kommt, wird sich im Sommer entscheiden.