​Seit der Bekanntgabe des Wechsels von Niko Kovac zum FC Bayern München hagelte es in der Bundesliga drei Niederlagen für Eintracht Frankfurt. Die starke Saison droht zu einer stinknormalen zu verkommen. Immerhin schafften die Hessen den erneuten Sprung ins DFB-Pokalfinale. Eine vorzeitige Trennung vom Kroaten ist deshalb nach wie vor kein Thema am Main.


"Das ist bei uns überhaupt kein Thema", betonte Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner in einer Medienrunde. "Für uns stellt sich das Thema einer Ablösung überhaupt nicht. Wir haben ihm zu verdanken, wo wir gerade stehen. Aus meiner Sicht gibt es zwischen den negativen Ergebnissen der letzten Wochen und seinem Weggang keinen Zusammenhang. Eine Trennung von Niko war nie ein Thema. Auch die Mannschaft hält zu ihm und gönnt ihm, dass er nach München geht."



Dennoch ist die Talfahrt, welche die Eintracht seit der Wechsel-Verkündung erlebte, beachtlich. War man vor der Bekanntgabe noch mitten im Rennen um die Champions-League-Plätze, steht man nun sechs Punkte hinter den begehrten Rängen auf Platz 7. Zwar steht man erneut im Pokalfinale, doch nach der 1:4-Niederlage gegen Bayerns C-Elf in der Liga, scheint ein Pokalgewinn derzeit völlig absurd.


Als Sündenbock soll Kovac allerdings nicht fungieren: "Niko hat sich nicht verkehrt verhalten", betonte Hübner weiter. "Er hat uns informiert, blöd war nur, dass zeitgleich die Meldung nach außen gedrungen ist. Aber damit müssen wir jetzt leben. Ich glaube ihm, dass es so gelaufen ist, wie er es erklärt hat."


Einen Nachfolger konnte die Eintracht bisher noch nicht verpflichten. Laut Hübner müssen sich die Fans jedoch keine Sorgen machen: "Ich gehe davon aus, dass wir einen Top-Kandidaten bekommen. Wir haben schon interessante Gespräche geführt. Wir lassen uns aber nicht unter Druck setzen."