Seit Sommer 2000 steht Peter Fischer der Frankfurter Eintracht als Präsident vor. Trainer hat der 62-Jährige schon einige in Hessen an der Seitenlinie erlebt, daher sieht er das Geschäft nüchtern und hegt keinen Groll gegen Niko Kovac oder den FC Bayern München.


Eintracht-Präsident Peter Fischer hat in seiner beruflichen Laufbahn bereits einiges erlebt. Als Unternehmer führt er zwei Modeboutiquen, er ist Buchautor und auch als Berater für weitere Unternehmen tätig. Daneben zeigt er gern eine klare Kante, wie in seiner Rede zur Unvereinbarkeit einer AfD-Mitgliedschaft und dem Fandasein bei der Eintracht.


Somit kann ihn der Abgang von Cheftrainer Niko Kovac zum deutschen Rekordmeister nach München nur bedingt aus der Ruhe bringen. Gegenüber Bayern3 erklärte er in einem Interview, dass er den Bayern keine Vorwürfe mache, dass man den Adlern den Coach ausgespannt habe. „Im Moment ist die Luft ein bisschen dicker, aber nicht von mir aus“, so Fischer beim Sender.


Vielmehr halte er die Entscheidung des Trainers „für ein vollkommen normales Geschäft“. Einzig die Art und Weise des Abgangs sei zwar zu bedauern, da man andere Pläne hatte. So sollte der bevorstehende Wechsel nach München erst nach der Partie gegen die Berliner Hertha veröffentlicht werden, allerdings sei „die Kommunikation ein wenig verrutscht“.


Nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Partien stehen die Eintracht und Niko Kovac unter Druck, um nicht gänzlich aus den europäischen Rängen herauszupurzeln. Am kommenden Wochenende geht es daheim gegen wiedererstarkte Hamburger, die weiter um den letzten Strohhalm kämpfen. Eine weitere Niederlage könnte die Kritik am designierten Bayern-Coach lauter werden lassen.