​Der SV Werder Bremen hat am 30.04.2018 die Trainerikone Thomas Schaaf als neuen Technischen Direktor vorgestellt. Der gebürtige Mannheimer unterschrieb nach BILD-Informationen einen Dreijahresvertrag an der Weser und soll dem Verein eine klare Philosophie einarbeiten. 


Werder-Manager Frank Baumann sagte zu der Verpflichtung gegenüber den anwesenden Journalisten: „Wir müssen uns von anderen Bundesligisten abheben, um für Talente, junge Spieler interessant zu sein. Dafür ist diese Position und dafür ist Thomas Schaaf sehr wichtig." 


Schaaf, der auch weiterhin als Spielerbeobachter für die UEFA arbeiten wird, bildete sich in den vergangenen Jahren weiter. So beobachtete er bei der Europameisterschaft 2016 so gut wie jedes Spiel und jeden Spieler und konnte so die Stärken und Schwächen verschiedenster Systeme analysieren. 


Einheitliches System - Schlüssel zum Erfolg?


"Wir haben unsere sportlichen Strukturen im Profi- und Ausbildungsbereich sehr genau unter die Lupe genommen und sie für die Zukunft aufgestellt. Thomas Schaaf in dieser Position ist für mich eine Schlüsselstelle in der Verzahnung zwischen Profi- und Ausbildungssektor. Ich freue mich sehr, dass wir einen Fußballfachmann mit seiner Expertise dafür gewinnen konnten", erklärte Baumann gegenüber werder.de. So soll der Ex-Trainer dafür sorgen, dass ein einheitliches System in den älteren Junioren-Mannschaften und bei den Profis gespielt und zudem die Philosophie überall sehr ähnlich umgesetzt wird. 

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Ähnlich machte dies auch Pep Guardiola mit seinem Stab während seiner Amtszeit beim FC Barcelona. Schon in der Jugend lernten die Youngster das "Tiki-Taka"-Spiel und hatten so weniger Anpassungsprobleme, wenn es in Richtung Profis ging. Auch für Werder könnte diese Thematik noch einen großen Vorteil bringen - und durch die Verpflichtung von Leonardo Bittencourt vom 1. FC Köln (nach kicker-Informationen steht der Wechsel vor dem Abschluss) scheint klar: Werder will es ähnlich machen wie unter der damaligen Schaaf-Ära: Mit Schwung nach vorne.