​Die Stimmung bei Hannover 96 bleibt trotz lägst gesichertem Klassenerhalt weiterhin angespannt. Nachdem Sportdirektor Horst Heldt erneut mit seinem Wechselwunsch zum VfL Wofsburg für Unruhe gesorgt hatte, zeigen sich auch die Fans der Niedersachsen unnachgiebig. Auf einem Fantreffen haben die 96-Anhänger nämlich beschlossen auch beim letzten Heimspiel ihren Protest gegen die Klubführung fortzusetzen, auch wenn sie sich darauf einigten, nach der Partie eine Ausnahme zu machen.


Das Treffen, das traditionell im Kultclub Bei Chéz Heinz stattfand, wurde von rund 250 aktiven 96-Fans besucht und man kam nach Informationen von Sportbuzzer schnell zu einer Einigung. Demnach stimmte ein Mehrteil dafür, dass der Stimmungsboykott auch beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC am 33. Spieltag fortgesetzt wird.

Bereits seit mehreren Monaten haben die 96-Supporter ihre Unterstützung stark zurückgefahren, um damit offen gegen die Vereinsführung zu demonstrieren. Dabei ist ihnen vor allem die Vormachtstellung von Klub-Bosss Martin Kind ein Dorn im Auge. 


Dennoch hat man sich dazu entschlossen, zumindest nach der Partie kurz vom harten Kurs abzuweichen und sich bei der Mannschaft lautstark für die gute Saison, ohne viele Abstiegssorgen, zu bedanken. Zudem soll auch Abwehrchef Salif Sane, der ab der kommenden Saison für den FC Schalke 04 aulaufen wird, ordentlich verabschiedet werden.


Ein Wortführer hat gegenüber Sportbuzzer in Aussicht gestellt, dass man in der kommenden Spielzeit wieder auf die volle Unterstützung der Fans zählen kann. "Wir wollen, dass es nächste Saison wieder cooler im Stadion wird", wird der Fan zitiert. Für das Spiel am Wochenende hatte man sich aber dagegen entschieden, da man in der Vergangenheit zu viele negative Erfahrungen mit der Klubführung gemacht habe.