​Als aktiver Spieler lief Klaus Augenthaler von 1976 bis 1991 für den FC Bayern München auf und absolvierte über 400 Partien für den deutschen Rekordmeister. In den 90er Jahren fungierte er zudem als Jugend- und Co-Trainer für die Münchner. Auch heute interessiert sich der Bayern-TV-Experte für seine ehemalige Mannschaft und äußerte sich im Gespräch mit T-Online unter anderem zur bevorstehenden Partie gegen Real Madrid, aber auch zur Personalie Manuel Neuer.


Als stärkstes Argument für ein Weiterkommen der Bayern sieht Augenthaler den Cheftrainer Jupp Heynckes, den er als Spieler selbst miterlebte und der seiner Mannschaft stets die richtige Mentalität mit auf den Weg gebe. Etwas zu sagen hatte der einstige Libero auch zur Personalie Manuel Neuer. Bekanntlich steht in diesem Monat die Kader-Nominierung für die anstehende Weltmeisterschaft an und immer noch steht die Frage im Raum, wie mit der Personalie Manuel Neuer umgegangen wird. Noch hat Neuer keine Spielpraxis in der Bundesliga sammeln können, auch wenn dies laut Heynckes im letzten Saisonspiel gegen den VfB Stuttgart möglich sein soll.

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Zuversichtlich, aber keine WM-Teilnahme um jeden Preis: Augenthaler berichtet von einem Gespräch mit Neuer


Wird Joachim Löw den Weltmeister und Welttorhüter dennoch nominieren, oder andere Kandidaten vorziehen? In einem Gespräch zwischen Augenthaler und Neuer offenbarte sich nun, dass Neuers Priorität nicht vorrangig die WM sei. "Ich habe mich zufällig vor diesem Gespräch beim FC Bayern mit ihm unterhalten. Er wirkte sehr zuversichtlich, dass es bis zur WM reicht. Wenn er rechtzeitig fit ist, würde ich ihn auch in jedem Fall aufstellen", so der 60-Jährige. "Seine Stellvertreter sind alle gut, aber an die Ausstrahlung von Manuel kommt noch keiner heran. Seine Priorität ist aber nicht die WM in Russland, sondern seine Gesundheit und dass er seine Karriere noch ein paar Jahre fortsetzen kann. Wenn er zu früh einsteigt, ist das Risiko für eine weitere Verletzung groß."


Wird sich Neuer also zugunsten seiner Karriere selbst gegen eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft entscheiden? Augenthaler sieht die DFB-Elf neben Teams wie Frankreich, Brasilien und Spanien als Mit-Favoriten auf den WM-Titel. "Bei den letzten Turnieren hat uns immer der Teamspirit und Zusammenhalt ausgezeichnet. Das ist elementar für den Titelgewinn. Dafür hat Löw auch die eine oder andere unpopuläre Entscheidung bei seiner Kader-Nominierung getroffen. Aber er hatte damit Erfolg und sollte diesen Kurs fortsetzen", ergänzte die Bayern-Legende. Trifft bzw. betrifft die nächste unpopuläre Entscheidung dann eventuell den Bayern-Torhüter?