Es war die 32. Spielminute des Spiels zwischen Werder Bremen und Borussia Dortmund, in der - wenn man sich die Daten des Spiels anschaut - eigentlich nichts Spektakuläres passierte. Doch eine Situation fiel auf. Sebastian Langkamp bekam einen Querpass von Theodor Gebre Selassie an den Mann gespielt, BVB-Stürmer Marco Reus bedrängte ihn mit Tempo. Doch Langkamp löste die Situation unaufgeregt mit einem kleinen Trick. 


Business as usual. Der 30-jährige Langkamp ist angekommen an der Weser, das merkt man ihm an. Seine Leistung gegen die Borussia verlief fehlerfrei. 88 Prozent der Zweikämpfe konnte der ehemalige Hauptstädter für sich entscheiden, zudem kamen 24 von 29 Pässe an den Mitspieler. 

Langkamp sagte nach der Begegnung den anwesenden Journalisten (via Deichstube): "Wichtig ist immer, dass die ersten zwei, drei Aktionen gelingen, dass man gut reinkommt ins Spiel." Florian Kohfeldt, der Trainer der Grün-Weißen, bestätigte diesen Eindruck. "Was er defensiv geleistet hat, war bezeichnend. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit ihm." Doch an Konkurrent Niklas Moisander kommt er zumindest in dieser Spielzeit noch nicht ran. "Er kann Niklas mit seiner Spieleröffnung nicht ersetzen", erklärte Kohfeldt. 


​Der Innenverteidiger wechselte erst im Winter dieses Jahres von Hertha BSC an die Weser. Kolportierte eine Million Euro sollen die Bremer für die Dienste des erfahrenen Mannes bezahlt haben. 160-mal kam er bis dato in der Bundesliga zum Einsatz.