​Borussia Dortmund verpasste am Wochenende die Möglichkeit, sich vorzeitig für die Champions League zu qualifizieren. Das Team von Peter Stöger kam bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 hinaus und scheiterte vor allem an deren Schlussmann Jiri Pavlenka. Während Marco Reus und Co. ihre Chancen in aller Regelmäßigkeit vergaben, überzeugte Mario Götze als stiller Spielmacher. Der Weltmeister will unbedingt zu WM - seine Formkurve zeigt weiter nach oben.


Während in den letzten Wochen oftmals Marco Reus, Jadon Sancho oder Michy Batshuayi die Schlagzeilen beim BVB bestimmten, wurde Mario Götze auf die Bank verbannt. Die Nicht-Berücksichtigung von Bundestrainer Jogi Löw schlug sich auf die Leistung des Mittelfeldspielers nieder. Im Heimspiel gegen Leverkusen feierte der 25-Jährige dann sein Comeback in der Startelf - und überzeugte, wie fast alle seine Kollegen. 


Götze überzeugt in der Spielgestaltung


Das Tor von Marco Reus gegen die Werkself bereitete er mit feinem Fuß vor. Auch die restlich Partie sah man dem Ex-Nationalspieler an, dass er die Freude am Fußballspielen wohl wiedergefunden hatte. Die logische Folge: auch im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen stand Götze in der Startelf. Wieder erwischte er einen guten Tag. Der Offensivmann wurde zum besten Spieler seines Teams.



Dem 1:0 durch Marco Reus ging ein starker Seitenwechsel des einstigen Sorgenkindes voraus, den Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek zur Vorlage für den Torschützen verwertete. Die beste Szene aber hatte Götze unglücklicherweise kurz vor dem Ausgleich der Bremer. Sein Sahne-Pass auf Reus war einfach zum Zunge schnalzen, doch der BVB-Kapitän scheiterte am starken Pavlenka. Der Ball von Götze hätte einen Scorerpunkt durchaus verdient gehabt.



"Er braucht Vertrauen und vor allem ganz viele Spiele. Man muss ihn einfach machen lassen. Heute und auch letzte Woche hat man gesehen, dass er ein ausgezeichneter Fußballer ist", lobte Reus seinen Kumpel nach dem Spiel. Doch der Techniker zeigte sich nicht nur in der Offensive bärenstark. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit hielt Götze seine Quote an gewonnen Zweikämpfen auf 80 Prozent. Für einen Offensivspieler ein überragender Wert. Mit 12 gelaufenen Kilometern war Götze zudem laufstärkster Spieler auf dem Platz.


Feld der Konkurrenz lichtet sich



Doch nicht nur Götzes eigene Leistungen rücken den Löw-Liebling nun wieder in den Fokus der Nationalmannschaft. Mit Lars Stindl und Serge Gnabry fallen nun zwei Konkurrenten definitiv für die Weltmeisterschaft aus. Das heißt zwar nicht automatisch, dass der Bundestrainer nun keine andere Wahl mehr hat, als Götze mitzunehmen, allerdings hat der Siegtorschütze zum Titel 2014 nun deutlich bessere Karten. Sollte Mario Götze auch in den letzten beiden Saisonspielen überzeugen, wird Jogi Löw seinen Schützling wohl mit nach Russland nehmen. Und das wäre dem 63-fachen Nationalspieler nach seiner schweren Zeit auch zu gönnen.