​Vor der Saison wechselte Gladbach-Talent Tsiy William Ndenge für ein Jahr leihweise zum niederländischen Erstligisten Roda Kerkrade. Nachdem der U20-Nationalspieler eine Menge Spielpraxis in der Eredivisie sammeln konnte, berät man nun bei den Fohlen, wie es mit dem Youngster weiter gehen soll.


"Mir hat das Jahr sehr viel gebracht. Ich habe gerade in der Rückrunde auf hohem Niveau sehr viel gespielt und konnte mich mit guten Spielern messen. Das hat mir gut getan und Selbstvertrauen gegeben", wird Ndenge, der zuvor lediglich in der zweiten Mannschaft der Gladbacher zu Spielpraxis kam, auf Fohlen-hautnah.de zitiert. "Der Unterscheid zwischen der Regionalliga und der Eredivisie ist riesengroß. Du hast hier mit PSV Eindhoven, Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und AZ Alkmaar vier richtig gute Mannschaften. Dahinter liegen alle Mannschaften ungefähr auf dem gleichen Level. Insgesamt war das natürlich schon eine große Steigerung."

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Ndenge wurde 2016 in die Profimannschaft befördert, schaffte aber nie den Durchbruch



Für Roda Kerkrade kam der 20-Jährige in dieser Saison 36-mal zum Einsatz. Vier Tore und zwei Vorlagen gelangen der Leihgabe in seiner Premierensaison. "Es war auf jeden Fall eine neue Erfahrung", so der gebürtige Kölner weiter. "Das Jahr war aufregend mit Höhen und Tiefen. Der Start in die Saison war schwer. Wir mussten uns als Mannschaft erst einmal finden und reinkommen. Die Rückrunde war dann eigentlich ganz gut. Bei mir persönlich lief es ähnlich. Ich bin schwer reingekommen und habe ein bisschen gebraucht, um mich zu Recht zu finden. Die Rückrunde verläuft viel besser als die Hinrunde."


Dennoch steht Roda kurz vor einem Abstieg aus der ersten Liga. Einen Spieltag vor Schluss steht das Team von Robert Molenaar auf einem Relegationsplatz. Wie geht es nach der Saison weiter? "Es ist noch alles offen", betonte Ndenge. "Wir werden uns im Sommer zusammensetzen und dann schauen. Ich weiß aktuell noch nicht, was im Sommer kommt. Aber zunächst einmal möchte ich mit Kerkrade den Klassenerhalt schaffen. Das ist das wichtigste Ziel. Und dann schauen wir weiter."


Der Vertrag des Mittelfeldspielers läuft am Niederrhein noch bis 2019. Sollte Sportdirektor Max Eberl also eine erneute Leihe anpeilen, müsste Ndenge seinen Kontrakt zunächst verlängern. Aktuell scheint Dieter Hecking im Mittelfeld jedenfalls keinen Bedarf zu haben, aber der Fußball ist ja bekanntlich ein schnelllebiges Geschäft.