​Mit einem 1:2-Hinspiel-Ergebnis muss sich der FC Bayern München im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid erneut einer Herausforderung stellen, die man im vergangenen Jahr trotz spielerischer Überlegenheit nicht meistern konnte. Was spricht dafür, dass es am Dienstagabend anders kommen wird? Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel wurde dies thematisiert.

​​Die örtlichen spanischen Medien interessierten sich vor allem für James Rodriguez, der im Rahmen seiner Rückkehr ins Santiago Bernabeu Rede und Antwort stand. "Es ist immer schön, zurück nach Hause zu kommen. Es sind zwar schöne Gefühle, aber auch gemischte Gefühle", erklärte der kolumbianische Nationalspieler laut Eurosport.


James steht beim FC Bayern derzeit nur leihweise unter Vertrag, wobei die Münchner im Sommer eine Kaufoption ziehen können. In Anbetracht der Umstände möchte er jedenfalls im Falle eines eigenen Treffers auf den Torjubel verzichten: "Wenn ich ein Tor mache, werde ich nicht jubeln, weil ich mich sehr wohl hier gefühlt habe. Ich wollte immer hier sein, es waren drei einzigartige Jahre, habe viele Titel gewonnen. Aus Respekt werde ich nicht jubeln."

Im Rückspiel sieht der 26-Jährige keinen Grund, große Änderungen an der Spielweise des deutschen Rekordmeisters zu unternehmen: "Ich glaube nicht, dass wir viel ändern müssen. Wir haben auch im Hinspiel gut gespielt." Dies sieht auch Mannschaftskollege Thomas Müller so, der sich vor allem eine Verbesserung bei der Chancenverwertung erhofft.


"Wir müssen unsere Torgelegenheiten nutzen. Wir müssen gierig sein und dahin gehen, wo es weh tut. Ich kann mich im Hinspiel an viele Ecken erinnern und da müssen wir auch endlich einmal Kapital rausschlagen. Dann kann es ein ganz heißes Spiel werden", so Müller.


Cheftrainer Jupp Heynckes deutete zumindest, ohne ins Detail zu gehen, kleinere taktische Modifikationen an: "Wir haben beide Gegentore nach gravierenden individuellen Fehlern bekommen. Morgen kommt es auf Details an und dass die Spieler über 90 Minuten hellwach und konzentriert sein müssen, ist klar. Deswegen wollen wir schon etwas anderes machen, als im Hinspiel."


Zu diesen angekündigten Änderungen wird aber auf jeden Fall nicht die von Sandro Wagner zuvor geforderte Doppelspitze gehören. "Jeder Trainer hat eine klare taktische Ausrichtung. Ich würde in so einem Spiel nie von meinen Überlegungen und meinem Tun absehen. Das mache ich grundsätzlich nicht. Dass Wagner sich nach seinem letzten guten Bundesligaspiel etwas überschwänglich äußert, das ist ok und nicht schlimm. Vielleicht wird er morgen während des Spiels noch eine Waffe, die ich neben Lewandowski stelle", erklärte Heynckes.