Der Hamburger SV hat mit dem wichtigen 3:1-Sieg über den direkten Abstiegskonkurrenten VfL Wolfsburg um Ex-Coach Bruno Labbadia einen weiteren kleinen Schritt in Richtung Wunder gemacht. Die Hanseaten um Neu-Coach Christian Titz gewannen nun die letzten beiden Spiele und haben somit weiterhin die Chance auf den Klassenerhalt. Mit gutem Fußball und Euphorie sollen nun auch die letzen beiden Ligaspiele gegen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach erfolgreich gestartet werden, um am Saisonende über dem Strich zu stehen.


Durch das 3:1 gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende hat der Hamburger SV weiterhin alle Chancen, auch in diesem Jahr den Klassenerhalt am Saisonende trotz einer schwachen Spielzeit zu schaffen. Nach zwei Siegen in Serie ist das Selbstvertrauen und der Glaube an das Wunder Klassenerhalt unter Neu-Coach Christian Titz an der Elbe wieder neu entfacht, wie auch die Protagonisten des Wolfsburg-Spiels nach Abpfiff verdeutlichten.


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Absoluter Leistungsträger im Kampf gegen den Abstieg: HSV-Profi Lewis Holtby


"Es ist ein schönes Gefühl, wieder dran zu sein. Der Sieg heute war ganz wichtig. Wir haben momentan einfach viel Selbstvertrauen und zeigen in den Spielen, dass wir Fußball spielen können. Jetzt haben wir noch zwei wichtige Spiele, die wir natürlich gewinnen wollen. Das Spiel in Frankfurt ist natürlich ein besonderes für mich, aber letztendlich gilt, wieder eine gute Leistung abzurufen", so der ehemalige SGE-Profi Luca Waldschmidt, der gegen die "Wölfe" nach dem verschossenen Elfmeter von Teamkollege Filip Kostic per Nachschuss den Treffer zum 3:1-Endstand besorgte. 


Auch Lewis Holtby hat einen großen Anteil an der jüngsten Aufbruchstimmung an der Elbe. Unter den beiden Ex-Trainern Markus Gisdol und Bernd Hollerbach noch kaum berücksichtigt, steht er seit der Ankunft von seinem guten Freund Christian Tito als Cheftrainer wieder in der Startelf und zahlte das Vertrauen mit vier Toren in den letzten sechs Partien mehr als zurück. 


"Ich bin stolz, wie die Mannschaft heute gespielt hat. Trotz des Rückschlags sind wir mental stark geblieben und haben immer wieder spielerische Lösungen gefunden. Ich glaube weiter fest an die Rettung. Es ist der Glaube an unseren Fußball." Dass er unter Titz endlich wieder spielen und sich beweisen darf, freut den Mittelfeldmann natürlich umso mehr. "Der Trainer gibt mir persönlich viel Selbstvertrauen und ich zahle es zurück. Ich möchte Fußball spielen und habe deshalb gerade wieder viel Spaß an diesem Spiel. Wir haben das Viertelfinale geschafft, jetzt kommt das Halbfinale. Wir sind demütig, bleiben akribisch im Training. Wir haben noch zwei ganz wichtige Spiele vor uns."


Hamburger SV v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Noch ist nichts entschieden: Der HSV lebt und glaubt weiter fest an den Ligaverbleib



Neben Holtby und Waldschmidt äußerte sich auch Kapitän Gotoku Sakai und lobte die Arbeit des neuen Mannes an der Seitenlinie. "Der Trainer gibt jedem einzelnen Spieler und der Mannschaft einen ganz klaren Plan an die Hand und wir setzen ihn um. Wir haben allerdings noch nichts erreicht. Jetzt wartet das Spiel in Frankfurt. Da müssen wir die gleiche Aggressivität, Zweikampfführung und Laufstärke zeigen. Wenn wir so weitermachen, dann bin ich mir sicher, dass wir in der 1. Liga bleiben werden. Unsere Mannschaft gibt niemals auf", so der Japaner. 


Zwei Spieltage vor Saisonende belegt der Bundesliga-Dino mit 28 Punkten zwar weiterhin den vorletzten Tabellenplatz, der Rückstand auf den Relegationsplatz und den VfL Wolfsburg beträgt allerdings nur noch zwei Zähler. Am kommenden Wochenende reist der HSV zur aktuell formschwachen Eintracht aus Frankfurt und kann dort mit einem Sieg eventuell schon an den Niedersachsen aus Wolfsburg vorbeiziehen.