Der erst 17 Jahre alte Brasilianer Paulinho wird seine Fußballstiefel ab der kommenden Saison für Bayer Leverkusen schnüren. Glaubt man den Worten des ehemaligen Fußball-Profis Stefan Reinartz, ist der Werkself mit der Verpflichtung des Sambakickers ein echter Coup gelungen.


In seiner brasilianischen Heimat wird Paulinho als absolutes Ausnahmetalent gefeiert. Rund 20 Millionen Euro Ablöse zahlt Bayer Leverkusen für den erst 17 Jahre alten Offensivdribbler, ​der unter dem Bayerkreuz vor kurzem einen langfristig datierten Vertrag bis 2023 unterzeichnete. Ex-Profi Stefan Reinartz, der Erfinder des „Packings“, lobt Paulinho über den grünen Klee.


„Paulinho zeichnet sich als besonders anspielbarer Spieler aus: Durch ihn als Anspielstation können im Schnitt 65 Gegner pro Partie überspielt werden – nur knapp weniger als über Coman mit 66 und sogar etwas mehr als über Kai Havertz mit 62, die beide den Bundesliga-Schnitt von 42 überragen“, wird Reinartz vom Portal Transfermarkt.de zitiert. Paulinho wurde U17-Südamerikameister und kommt in dieser Saison bereits auf zwei Tore und ebenso viele Vorlagen.

Paulinho selbst sei nach Aussage Reinartz‘ dazu in der Lage, überdurchschnittlich viele Gegner zu überspielen: „Er hat ein sehr effektives Passspiel, überwindet im Schnitt 17 Gegenspieler und ist im Vergleichsranking damit neben Top-Talenten wie Bailey mit 18 und Brandt mit 16 zu nennen.“ Er schalte allein durch Balleroberungen 21 Gegner pro Spiel aus und liege auch hier über dem Bundesliga-Schnitt von 18, rollt Reinartz weiter auf. „Mehr hat etwa Hoffenheims Nadiem Amiri mit 24.“


Wunder darf man in der ersten Saison Paulinhos aber wohl nicht erwarten. Schließlich ist der Qualitätsunterschied zwischen dem brasilianischen Profifußball und der Bundesliga enorm. Doch: Bestätigt der Youngster seine heimatlich gezeigten Leistungen, wird Leverkusen gemäß Reinartz, „sehr viel Freude an ihm haben“.