​Borussia Dortmund hat sich in einem ansehnlichen Bundesligaspiel am Sonntagabend mit einem 1:1-Unentschieden von Werder Bremen getrennt und kann somit am kommenden Wochenende mit einem Sieg endgültig die Champions-League-Teilnahme perfekt machen. Trotz Überlegenheit und mehrerer großer Torchancen, vor allem nach dem Seitenwechsel, kamen die Schwarz-Gelben nicht an Werder-Keeper Jiri Pavlenka vorbei, der eine Weltklasseleistung zeigte. Dennoch zeigte sich Mittelfeldmann Julian Weigl nach dem Spiel nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.


"Natürlich geht man erstmal raus und ärgert sich. Bremen hat auch gut gespielt, es war generell ein sehr ansehnliches Spiel. Wir wussten aber, dass Werder irgendwann müde wird. Sie haben in der ersten Halbzeit und in der Anfangsphase der zweiten Hälfte die Löcher extrem gut gestopft. Es war schwierig für uns, nach vorne zukommen", so Weigl gegenüber der WAZ. Insgesamt zeigte sich der 22-Jährige aber einverstanden mit der Mannschaftsleistung. "Wenn wir sie weiter durchbewegen, werden sich irgendwann die Räume ergeben. Genauso ist es gekommen, unser Plan wäre aufgegangen - wäre nicht der Torhüter gewesen, der heute einen Sahnetag hatte. Von daher ist es natürlich etwas ärgerlich, aber wir haben heute trotzdem wieder ein super Spiel gezeigt."


SV Werder Bremen v Borussia Dortmund - Bundesliga

Agierte gegen den SV Werder als alleiniger Sechser: BVB-Profi Julian Weigl (r., hier im Duell mit Werder-Star Max Kruse)



Auch wenn man mit dem Unentschieden den Sprung auf Tabellenplatz zwei vorbei am Erzrivalen FC Schalke 04 verpasst hat, ist der Ballverteiler guter Dinge für das kommende letzte Heimspiel der Saison. "Wir wussten, dass wir auf Rang zwei klettern können, wenn wir gewinnen, was auch nicht ganz unwichtig ist. Aber wir haben immer noch eine super Ausgangsposition mit den vier Punkten Vorsprung. Wir wollen jetzt das letzte Heimspiel gewinnen, auch für unsere Fans, die auch ein schwierigeres Jahr hatten, die etwas mehr leiden mussten als in den vergangenen Jahren. Denen möchten wir einen Heimsieg schenken und das ist Motivation pur."


Dass die Mannschaft von Trainer Peter Stöger nach durchwachsenen Leistungen zuletzt wieder in die Spur gefunden hat und deutlich besser aufspielt, freut natürlich auch Weigl, der die Gründe mitunter in der offensiven Ausrichtung sieht. "Wir sind im Moment sehr, sehr offensiv aufgestellt und das sieht man in unserem Ballbesitz. Natürlich lassen wir auch ein paar Chancen zu, wenn die Offensiven vor allem offensiv denken. Aber das ist ganz normal. Natürlich hilft uns auch die Unbekümmertheit von Jadon Sancho, der sich keinen Kopf macht, sondern einfach drauflos spielt. Das hat in beiden Spielen ganz gut ausgeschaut und daran sollten wir anknüpfen."


Borussia Dortmund liegt nach 32 Spieltagen mit 55 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz. Am kommenden Samstag trifft der BVB im Rahmen des 33. Spieltags im letzten Heimspiel der Saison auf den weiterhin abstiegsgefährdeten 1. FSV Mainz 05.