​Zum Abschluss des 32. Spieltags kam Borussia Dortmund gegen den SV Werder Bremen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Der Treffer von Marco Reus reichte den Schwarz-Gelben am Ende nicht zum Auswärtssieg. Für die Leistung von Mario Götze hatte nicht nur der Torschütze, sondern auch Cheftrainer Peter Stöger viele lobende Worte übrig. 


In den vergangenen Monaten wusste Götze nur selten zu überzeugen. In vielen Partien wirkte der Nationalspieler etwas lustlos und ließ seine Dynamik aus früheren Glanzzeiten vermissen. Mitte März musste sich der Ex-Münchner deutliche Kritik von Stöger gefallen lassen. Diese scheint sich der 25-Jährige zu Herzen genommen zu haben. 


Bereits am vorletzten Spieltag lieferte Götze beim klaren 4:0-Heimerfolg gegen Bayer 04 Leverkusen eine starke Vorstellung ab und bereitete einen Treffer vor. In Bremen zählte der WM-Held erneut zu den stärksten Dortmundern, glänzte in der Zentrale als unermüdlicher Antreiber und leitete das Tor von Reus ein. 

Götze gewann nicht nur viele Zweikämpfe (60 Prozent), sondern wusste vor allem läuferisch zu überzeugen. Knapp über zwölf Kilometer spulte der offensive Mittelfeldspieler herunter und damit soviel wie kein anderer Spieler auf dem Platz. "Mario Götze zeigt sich in den letzten Wochen verbessert", betonte Stöger. 


"Wenn man ihn in Ruhe arbeiten lässt, ist er in der Lage, richtig gut Fußball zu spielen", lobte der BVB-Coach, der seinem Schützling für die kommende Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 einen Platz in der Startelf in Aussicht stellte: "Man kann davon ausgehen, dass Mario nächste Woche wieder spielt." 

"Wir können alle von Mario Götze profitieren", wird Reus vom kicker zitiert. "Er braucht Vertrauen und vor allem ganz viele Spiele. Man muss ihn einfach machen lassen. Heute und auch letzte Woche hat man gesehen, dass er ein ausgezeichneter Fußballer ist." 


Für Reus und Götze gilt es an den verbleibenden zwei Spieltagen auch, sich mit guten Leistungen für ein WM-Ticket zu empfehlen. Nach den Verletzungen von Hoffenheims Serge Gnabry (Muskelbündelriss) und Gladbachs Lars Stindl (Syndesmosebandriss) dürften die Chancen des BVB-Duos auf eine Nominierung gestiegen sein.