Lewis Holtby traf für den Hamburger SV im Duell mit dem VfL Wolfsburg. Die Hanseaten besiegten die Niedersachsen mit 3:1 und schöpften so erneut Hoffnung im Abstiegskampf. Jede Menge Stimmen gab es von den norddeutschen Akteuren, vor allem auch von Matchwinner Lewis Holtby.


Ehrgeizige Kampfansagen kamen vom 27-jährigen Mittelfeldspieler, der von der Sport Bild wie folgt zitiert wurde:

​"Ich glaube zu hundert Prozent an die Rettung. Wir wollen das noch herumreißen", so Holtby, der die Abstiegskämpfe mit dem HSV mittlerweile schon gewohnt ist. "Wir sind noch lange nicht tot, das habe ich immer gesagt. Alle machen zu hundert Prozent das, was der Trainer vorgibt. Dann erntet man auch die Früchte. Die Fans stehen immer hinter uns. Jetzt kommt das Halbfinale!", so der Torschütze vor dem kommenden Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt, ehe am letzten Spieltag Borussia Mönchengladbach nach Hamburg kommt. "Teilweise hätten sie fast schon Tiki-Taka gespielt", ergänzte der euphorisierte HSV-Star.

Bereits gegen den SC Freiburg hatte Holtby den Siegtreffer erzielt. Der augenscheinliche Protagonist des HSV-Abstiegskampfes glaubt offenbar an die HSV-Rettung. "Kompliment ans Team, das waren heute ganz wichtige drei Punkte für uns. Wir haben uns Selbstvertrauen erarbeitet, spielen mutig und das ist der Schlüssel. Ich glaube an das Ziel. Wir haben noch zwei enorm wichtige Spiele, da müssen wir die maximale Punkteausbeute holen", wird er vom Twitter-Acount des HSV zitiert.


In einem Interview mit dem ZDF kritisierte Holtby auch noch die ehemaligen HSV-Trainer Mirko Slomka, Joe Zinnbauer, Bruno Labbadia, Markus Gisdol und Bernd Hollerbach, indem er sagte: "Wir spielen das erste Mal seit vier Jahren Fußball. Das sind harte Töne, aber ich stehe dazu, weil es die Wahrheit ist. Wir sind mutig, wir trauen uns etwas zu, wir werden torgefährlich. Das ist Fußball. Wenn der Ball dein Freund ist, geht vieles leichter." 


Die Reaktion von Christian Titz, der die Aussagen von Holtby nicht nachvollziehen konnte, folgte heute auf der Pressekonferenz prompt. "Ich fand das unangenehm, und finde die Aussage auch unangemessen", sagte der Trainer und fügte hinzu: "Lewis ist ein herzensguter Mensch mit hoher Sozialkompetenz, aber er haut in der Euphorie auch schon mal Sachen raus, die er besser nicht gesagt hätte." 


Für den Coach geht es mit dem Rüffel vor allem um Respekt. "Jeder Trainer hat seinen Ansatz und es ist ja durchaus so, dass der HSV mit ihnen auch Erfolge hatte. Deshalb empfand ich das auch ihnen gegenüber als unangemessen", monierte Titz.