​Stuttgart, Schalke, Hannover, - und bald auch Wolfsburg? Horst Heldt wurde in den vergangenen Tagen mit den Niedersachsen vom VfL in Verbindung gebracht. Mit dem aktuellen Arbeitgeber des Managers, Hannover 96, gab es bereits Verhandlungen, doch letzten Endes stimmte die Ablösesumme für den 48-Jährigen nicht. Heldt, der den Hannoveranern somit vorerst erhalten bleibt, äußerte sich hinsichtlich des gescheiterten Geschäftes nun in der Bild am Sonntag.


Eine sportliche Verbesserung hätte ein Wechsel nach Wolfsburg für Heldt wohl nicht dargestellt, aber eventuell eine lukrative Chance für einen Neuanfang in Niedersachsen mit vielfältigen finanziellen Möglichkeiten und einem ruhigeren Umfeld, das nicht, wie in Hannover, vom ständigen Unruheherd um den Vereinspräsident Martin Kind geprägt ist.

Eintracht Frankfurt v Hannover 96 - Bundesliga

"Nicht ungewöhnlich" - Heldt rechtfertigt seinen Wechselwunsch.


Seine Gespräche mit dem Liga-Konkurrenten rechtfertigte er wie folgt: "Es ist im Fußball nicht wirklich außergewöhnlich, dass Angestellte während der Vertragslaufzeit wechseln wollen. Das ist in der Bundesliga nicht anders als in der freien Wirtschaft."


Heldt, der als Sportdirektor die deutsche Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart im Jahr 2007 feiern konnte, mit den Schalkern in dieser Funktion 2011 zudem den DFB-Pokal gewann und mit den Hannoveranern in die erste Liga aufstieg, versprach nach den gescheiterten Verhandlungen allerdings, den Fokus voll auf seine Arbeit in Hannover zu richten. "Diese Haltung und der Anspruch an mich selbst ist ungebrochen." Gleichzeitig sei "das Interesse anderer Vereine auch immer eine Wertschätzung der geleisteten Arbeit", so der 48-Jährige.


Ob die Heldt-Zukunft nach den jüngsten Ereignissen noch in Hannover liegt, oder ob ein Abgang unter anderem eine Frage des Geldes bleibt, werden die kommenden Monate zeigen. Laut des Berichts möchte Wolfsburg erneut nach dem Ende der Saison einen Abwerbeversuch unternehmen. Demnach ist Heldt auch bereit, bei den 'Wölfen' im Abstiegsfall zu arbeiten.