​Der ehemalige Nationalspieler Heiko Westermann beendet mit sofortiger Wirkung seine aktive Fußballkarriere. Der 34-Jährige erholte sich nie richtig von einem Knorpelschaden im Knie und sah sich nicht in der Lage weiterzuspielen. 


Am Samstagnachmittag veröffentlichte der Ex-Bundesligaspieler einen Post auf Facebook und Instagram, indem er seine aktive Karriere für beendet erklärte. "Selbst bei einem wie mir kommt die Zeit, da sagt der Körper „jetzt langsam müsstest du mit dem Fußball aufhören“. An dem Punkt bin ich angekommen. Die Reise „Profifußball“ ist jetzt zu Ende", erklärte Westermann sein vorzeitiges Karriereende. Erst zu Saisonbeginn war "HW4" als Wunschspieler des vor wenigen Wochen geschassten Trainers Thorsten Fink zu Austria Wien gewechselt, jetzt folgte bereits die einvernehmliche Trennung. 

​​"Was soll das noch toppen?"


Westermann zeigte sich in seinem Abschiedsbrief unheimlich dankbar, dass er seiner Leidenschaft nachgehen konnte und Fußballerspieler wurde. Der 34-Jährige beruhigte seine Anhänger, indem er versicherte, dass er dem Fußball erhalten bleibt. "Jetzt freue ich mich auf die Zeit nach der aktiven Karriere, bin mir aber sicher, dass ich dem Fußball auf die eine oder andere Art erhalten bleiben werde", erklärte der Social-Media-Star. "Wir bedanken uns einerseits bei einem großartigen Sportler für seinen Einsatz und auf der anderen Seite bei einem großartigen Menschen für die nun gefundene Lösung", sagte Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt. 

Westermann spielte in der Bundesliga für Schalke 04 und den Hamburger SV. In der Saison 2009/10 wurde "HW4" mit den Königsblauen Vizemeister, mit dem HSV konnte der Abwehrspieler mehrfach den Abschied verhindern. Insgesamt absolvierte er 318 Bundesligaspiele sowie 27 Partien für die DFB-Auswahl. 2015 zog es ihn ins Ausland zu Real Betis Sevilla. Danach folgten Stationen bei Ajax Amsterdam und Austria Wien. Selbst ein Tor im Spiel gegen den FC Barcelona gelang dem Publikumsliebling - "was soll das noch toppen?", fragte der 34-Jährige selbsterklärend.