MOENCHENGLADBACH, GERMANY - APRIL 20: Bruno Labbadia head coach of Wolfsburg looks on prior the Bundesliga match between Borussia Moenchengladbach and VfL Wolfsburg at Borussia-Park on April 20, 2018 in Moenchengladbach, Germany. (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Abstiegs-Endspiel: Wolfsburgs voraussichtliche Aufstellung gegen den HSV

Nach der peinlichen Posse um Wunsch-Sportdirektor Horst Heldt muss sich der VfL Wolfsburg wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Und das heißt Bundesliga-Existenzkampf. Am Samstag gastiert der HSV zum Abstiegs-Kracher in der Volkswagen-Arena (15.30 Uhr). Wie schon in der vergangenen Saison besitzt die Partie Endspielcharakter. Anders als im letzten Jahr wollen die Wölfe dieses Mal siegreich sein und so den HSV in Richtung Zweite Liga schießen. Gelingt ein Erfolg, könnte Wolfsburg einen "ungemein wichtigen Schritt" in Richtung Klassenerhalt gehen, wie VfL-Coach Bruno Labbadia auf der Pressekonferenz am Donnerstag meinte.


Mit dieser Startformation soll das gelingen:

11. Tor: Koen Casteels

Koen Casteels war bei der 0:3-Pleite in Gladbach der beste Wolfsburger. Das sagt vieles über die Leistung der Wölfe bei den Fohlen aus. Der 25 Jahre alte belgische Nationalkeeper ist eine der wenigen Konstanten beim VfL in dieser Saison. Auf ihn wird es auch gegen den HSV wieder ankommen.

10. RV: Paul Verhaegh

Auf den niederländischen Routinier kommt es in dieser Situation mehr als denn je an. Paul Verhaegh muss als Führungsspieler auf der rechten Abwehrseite vorangehen und Verantwortung im Wölfe-Team tragen. Anders als in Gladbach, als der 34-Jährige erneut nur Mitläufer war.

9. IV: Robin Knoche

Eigengewächs Robin Knoche erwischte gegen die Fohlen, wie so viele andere, einen rabenschwarzen Tag. Dennoch dürfte der 25-Jährige unter Labbadia in Wolfsburgs Innenverteidigung gesetzt bleiben und auch gegen den HSV in der Startelf stehen. Mit dem wieder einsetzbaren Ohis Felix Uduokhai, Jeffrey Bruma, Marcel Tisserand und John Anthony Brooks besitzt der VfL-Coach auf dieser Position aber die größten Alternativen. 

8. IV: John Anthony Brooks

Der US-Amerikaner gab in Gladbach sein Debüt in der Rückrunde, musste nach 13 Minuten aber schon wieder gelb-rot-gefährdet raus. Ist John Anthony Brooks fit genug, um gegen den HSV auflaufen zu können, dürfte er aber aufgrund seiner enormen Zweikampfstärke den Vorzug aus dem oben genannten Quartett erhalten.

7. LV: William

Gesetzt bei Bruno Labbadia ist auf der linken Abwehrseite auch Rechtsfuß William. Der 23 Jahre alte Brasilianer agierte in Gladbach noch äußerst unglücklich links vor einer Dreierkette, dürfte gegen den HSV aber dennoch wieder Teil in der Viererabwehr der Wölfe sein.

6. DM: Josuha Guilavogui

Labbadia dürfte hoffen, dass Josuha Guilavogui nach seiner Muskelverletzung wieder ins Team zurückkehren kann und der Defensive Stabilität verleiht. Ignacio Camacho ist dagegen noch keine Option. Der Spanier ist noch nicht wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, wie Labbadia verriet. "Josh Guilavogui konnte dagegen beim gestrigen leichten Training - ein Cut nach den guten drei Wocheneinheiten zuvor - mitmachen. Bei ihm steht aber noch ein Fragezeichen, was den Kader am Wochenende angeht", so der VfL-Coach. Ist der Franzose fit genug, steht er in der Startelf.

5. ZM: Maximilian Arnold

Neben Knoche dürfte auch das zweite Wolfsburger Eigengewächs seinen Platz in der Startelf sicher haben. Der 23-Jährige verpasste in den vergangenen fünf Partien keine einzige Minute, ging in Gladbach aber mit den Kollegen unter, auch wenn er wohlwollend noch als bester VfL-Feldspieler betrachtet werden konnte. Im Zusammenspiel mit Guilavogui bekommt der U21-Europameister wieder mehr offensive Freiräume.

4. OM: Daniel Didavi

Auch hinter VfL-Topscorer Daniel Didavi steht noch ein leichtes Fragezeichen (acht Tore, sechs Vorlagen). Der 28-Jährige "konnte nach einem grippalen Infekt noch nicht trainieren", erklärte Labbadia auf der Pressekonferenz vor dem Abstiegs-Kracher. Da waren aber noch zwei Tage Zeit bis zum Anpfiff der Partie.

3. RM: Yunus Malli

Schaut man auf den Statistikbogen, könnte man auf den ersten Blick meinen, Yunus Malli hat in Gladbach eine überragende Partie abgeliefert. Der türkische Nationalspieler brachte jeden seiner 20 Pässe an den Mitspieler und gewann für seine Verhältnisse ordentliche 50 Prozent der Zweikämpfe. Und dennoch: Malli war ein Totalausfall und Sinnbild der völlig harmlosen VfL-Offensive. An guten Tagen macht er allerdings den Unterschied aus und steht deshalb vermutlich erneut in der Anfangsformation.

2. LA: Josip Brekalo

Nach zwei Spielen ohne Einsatz könnte Josip Brekalo wieder eine Chance in der Startelf erhalten und mit seiner Schnelligkeit über den linken Flügel wirbeln. Der 19 Jahre alte Kroate kam im Winter vorzeitig von seiner Leihe nach Stuttgart zurück zu den Wölfen.

1. ST: Divock Origi

Zeit für ein Startelf-Comeback? Liverpool-Leihgabe Divock Origi hat aufgrund seiner schwachen und teils lustlosen Auftritte seinen Stammplatz verloren. Das Potenzial, um ein starker Bundesliga-Torjäger zu sein, besitzt der 23-jährige belgische Nationalspieler aber allemal. Vielleicht ist es Labbadia unter der Woche gelungen, Origi neues Leben einzuhauchen. Die Wölfe sind nach dem Gomez-Abgang eigentlich extrem abhängig vom Mittelstürmer.