​Im Sommer 2016 wagte Florian Kainz den Sprung in die Bundesliga und schloss sich dem SV Werder Bremen an. Nach einem schwierigen ersten Jahr nahm der österreichische Nationalspieler Fahrt auf und fand sich regelmäßig in der Anfangsformation wieder. In der kommenden Spielzeit will der 25-Jährige noch eine Schippe drauflegen. 


Sechs Jahre lang war der Offensivspieler in der österreichischen Bundesliga aktiv, ehe er an die Weser wechselte. Die Umstellung sei Kainz alles andere als leicht gefallen. "Es war schon sehr schwer. Ich habe am Anfang nicht gespielt, war ein paar Mal nicht im Kader", erklärte der 25-Jährige im Interview mit dem WESER-KURIER. "Nach drei Spieltagen war der Trainer, unter dem ich gekommen bin, weg." 


Der Rechtsfuß habe eine gewisse Zeit benötigt, um sich auf die Bundesliga einzustellen. "Es ist einfach alles größer in Deutschland. Größere Stadien, mehr Zuschauer, und natürlich ist die Qualität in der deutschen Bundesliga einfach höher", betonte der Ex-Grazer. 

Unter die laufende Saison zog Kainz ein durchaus positives Fazit: "Insgesamt bin ich erst einmal zufrieden, dass ich viele Spiele von Anfang an gemacht und nur drei Spiele verpasst habe. Davon hätte ich vor der Saison nicht ausgehen können, schließlich habe ich letzte Saison nur einmal von Beginn an gespielt und bin 17-mal als Joker gekommen." In Sachen Torbeteiligungen (drei Treffer/drei Vorlagen) sieht der Österreicher allerdings noch Luft nach oben. 

SV Werder Bremen v Hamburger SV - Bundesliga

Florian Kainz (l.) im Duell mit Hamburgs Bakery Jatta


Für die kommende Spielzeit hat sich der 25-Jährige einiges vorgenommen. "Es ist mein Ziel, immer in der Startelf zu stehen", erklärte der Offensivspieler. Dies müsse der Anspruch eines jeden Spielers sein. "Ich will in der neuen Saison den nächsten Schritt machen", betonte Kainz, der keine Gedanken an einen Abschied aus Bremen verschwendet. 


"Ich habe einen Vertrag und fühle mich sehr wohl", sagte der Rechtsfuß. Das anstehende Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Sonntag, 18 Uhr) wird Kainz zusammen mit Freunden aus seiner Heimstadt Graz von der Tribüne aus verfolgen, da er gelbgesperrt fehlen wird.