​Borussia Dortmund kann in Bremen den nächsten riesigen Schritt Richtung Champions League schaffen. Nach der Gala-Vorstellung gegen Bayer Leverkusen erwartet Peter Stöger, dass seine Mannschaft die Leistung der Vorwoche bestätigt.


"Wir hoffen, dass wir die Leistung bestätigen können", so Peter Stöger auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Es ist uns in dieser Saison noch nicht gelungen, dass wir zwei, drei Spiele am Stück überzeugen konnten. Wir sind in einer ganz entscheidende Phase. Das sind Spiele, wo du große Schritte Richtung Champions League machen kannst. Das wissen alle. Ob die Umsetzung dann auch so gelingt, hängt dann davon ab, ob wir die Energie aufbringen und der Gegner es zulässt."

Eigentlich bestünde gar kein Anlass, das Siegerteam der Vorwoche personell zu verändern. Dennoch hält sich Stöger ein paar Optionen offen: "Vom Spiel her, gibt es keinen Anlass da eine Änderung vorzunehmen. Aber ein wichtiger Faktor ist auch, wie die Trainingswoche lief. Wir haben viele Optionen und müssen uns natürlich auch auf den Gegner einstellen. Aber rein von der Einzelkritik, hab ich keinen gesehen, der es nicht verdient hätte, wieder in der Startelf zu stehen."


Situation von Schmelzer weiter kritisch


Die Degradierung von Marcel Schmelzer war vor und nach der Partie in aller Munde. Auf die Frage, ob Schmelzer nun wieder im Kader stehe, antwortete Stöger ausweichend: "Der Kader ist größer geworden. Mal sehen, was die Tage noch bringen. Wir sind hier beim BVB. Das ist ein großer Klub. Da sitzen gute Spieler halt auch mal auf der Tribüne. Kann noch nicht sagen, wie es aussieht."

Die Worte Stögers klingen also nicht gerade danach, dass der Kapitän ein schneller Comeback erlebt. Dennoch reagierte Schmelzer wohl vorbildlich auf seine Verbannung: "Es ist klar, dass Spieler, die auf der Tribüne sitzen, nicht wahnsinnig gut gelaunt sind. Er hat die Situation aber richtig gut angenommen. Das Training war so, wie man sich das vorstellt. Das war in Ordnung."


Kohfeldt zuhause noch ungeschlagen


Unter Florian Kohfeldt ist Gegner Werder Bremen im heimischen Weserstadion noch ohne Niederlage. BVB-Coach Stöger stellt sich deshalb auf einen harten Gegner ein: "Wir wissen, dass sie zuhause richtig stark sind. Er (Kohfeldt, d. Red.) macht eine gute Arbeit dort. Sie haben eine Serie zu verteidigen und werden alles geben, auch wenn die Saisonziele vorzeitig erreicht sein könnten."

Personell kann Stöger bis auf die Langzeitverletzten beinahe wieder aus den Vollen schöpfen: "Alle Jungs, die letzte Woche dabei waren, sind nun auch dabei. Kagawa hat mittrainiert, mal sehen, ob es am Wochenende reicht. Guerreiro hat auch schon Teile des Trainings absolviert, das Spiel in Bremen kommt aber zu früh."