​Weltmeister Per Mertesacker sorgte Anfang März mit einem bemerkenswerten Interview für reichlich Diskussionsstoff. Gegenüber dem Spiegel sprach der Innenverteidiger des FC Arsenal sehr offen über den enormen Druck im Profi-Fußball und musste dafür von einigen Seiten Kritik einstecken. Unterstützung erhält der 33-Jährige von seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Mats Hummels. 


Mertesacker hat in seiner langen Karriere, die er in einigen Wochen beenden wird, viel erlebt. Der Defensivspieler bestritt für Hannover 96, Werder Bremen und Arsenal über 500 Pflichtspiele und wurde unter anderem dreimal englischer Pokalsieger und 2014 in Brasilien Weltmeister.


Umso mehr überraschte der 104-fache Nationalspieler mit seinen Aussagen, wie sehr er während seiner Karriere unter dem enormen Druck gelitten hat und das dies bei ihm in manchen Fällen sogar Brechreiz hervorrief. Während das Interview des 33-Jährigen bei Rekordnationalspieler Lothar Matthäus Unverständnis hervorrief, pflichtete ​Stefan Effenberg dem Arsenal-Profi bei

Hummels stimmte seinem langjährigen Nationalmannschaftskollegen ebenfalls zu. "Vielen Spielern geht es so, nicht allen. Es gibt verschiedene Charaktere in der Mannschaft. Es gibt Spieler, die das mehr empfinden", erklärte der Bayern-Profi im Interview mit dem Focus. "Per ist bei Weitem nicht allein in dieser Hinsicht. Das ist beileibe kein Einzelphänomen", betonte Hummels, dem der Druck im Profi-Fußball nichts weiter ausmacht. 


"Es ist vielleicht auch ein bisschen Glück, dass es bei mir so ist. Ich habe das Gefühl, ich kann immer die Ruhe bewahren, auch wenn es hektisch wird und andere ihre Nerven verlieren", gab der Innenverteidiger zu Protokoll. Man müsse jedoch Verständnis für die Spieler zeigen, bei denen dies nicht der Fall ist. "Über Empfindungen kann man nicht diskutieren. Wenn einer Druck empfindet, dann ist das eben so. Das gilt es dann auch zu respektieren. Punkt", stellte der 29-Jährige klar.