​Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat in einem Tweet Gegnern der nordamerikanischen Bewerbung für die WM 2026 indirekt politische Konsequenzen angedroht. Im Gegenzug lobte der Staatschef die gemeinsame Kampagne mit Kanada und Mexiko.


Am 13. Juni wird die Endrunde vom FIFA-Kongress in Moskau vergeben. Als Gegner der Nordamerikaner geht Marokko ins Rennen. Zudem soll es jedoch für die Stimmberechtigten auch die Möglichkeit geben, sich für "keinen der beiden" zu entscheiden. Erhält diese Option die meisten Stimmen, würde die Weltmeisterschaft neu ausgeschrieben werden. 

In dem Tweet richtete sich der 71-Jährige an alle Kritiker der Bewerbung. "Die USA hat gemeinsam mit Kanada und Mexiko eine starke Bewerbung aufgestellt. Es wäre eine Schande, wenn Länder, die wir immer unterstützen, gegen die Bewerbung der USA Lobbyarbeit leisten. Warum sollten wir diese Länder unterstützen, wenn sie uns nicht unterstützen (auch nicht bei den Vereinten Nationen)?", schrieb der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.


Der Präsident des afrikanischen Fußballverbandes, Ahmad Ahmad, machte sich unlängst hingegen für den afrikanischen Bewerber Marokko stark. Dabei betonte er auch die Wechselwirkung von gewissen Entscheidungen und richtete sich an die europäischen Stimmberechtigten. "Stimmt für uns, und wir werden das nächste Mal für euch stimmen", so der 58-Jährige gegenüber der der französischen Nachrichtenagentur AFP. Dennoch gilt die amerikanische Bewerbung derzeit als klarer Favorit.