Direktor Profifußball Alexander Rosen und Cheftrainer Julian Nagelsmann verkörpern bei der TSG Hoffenheim eine solide Stabilität, welche den Sinsheimern gut zu Gesicht steht und dafür sorgt, dass man auch in der aktuellen Spielzeit noch Chancen auf eine Teilnahme am internationalen Geschäft hat. Dafür verliert die TSG auch den einen oder anderen Spieler, erwirtschaftet daraus aber auch ein Plus. Alexander Rosen hat sich zur Strategie der TSG nun geäußert, wie transfermarkt.de berichtet.


"Die TSG hat den Ruf, Talente zu finden, zu entwickeln und hin und wieder für entsprechende Transferentschädigungen weiterzugeben", so beschrieb Rosen die Taktik der TSG im Stadionmagazin 'Spielfeld'. "Wir bauen auf nachhaltiges Wachstum und gehen nicht All-In", ergänzte der gebürtige Augsburger, der mit seiner Personalpolitik ein Plus von etwa 65 Millionen Euro erwirtschaften konnte. Dafür haben namhafte Profis, wie Roberto Firmino, Niklas Süle oder auch Kevin Volland den Verein verlassen. In Liverpool, München und Leverkusen gehen diese nun ihren nächsten Karriereschritt, die dadurch entstandene Lücke konnte man im Kraichgau verhältnismäßig gut stopfen.

FC Schalke 04 v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Ausdruck solider Arbeit: Mark Uth musste nicht zwingend ein Jahr früher abgegeben werden.


"Wir haben jetzt auch mehr Potenzial bei Ablösesummen und Gehältern, aber wir können nicht alles und wir wollen auch nicht alles. Das Fußball-Business bzw. das Transfergeschäft ist ja wie eine Nahrungskette. Auch da sind wir in den vergangenen zwei Jahren wieder ein bisschen weiter nach oben geklettert. Es gibt nicht mehr so viele Klubs, an die wir Spieler abgeben müssen, und wir können jetzt auch öfter lukrative Angebote ablehnen, ohne dabei die finanziellen Zielvorgaben zu gefährden", wobei Rosen unter anderem auf den Fall Mark Uth angespielt haben dürfte, welcher ein Jahr länger bei der TSG blieb und zur kommenden Saison ablösefrei nach Gelsenkirchen wechseln wird.

FC Augsburg v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Trotz prominenter Abgänge: die TSG hat wieder Chancen auf den europäischen Pokalwettbewerb.


Mit Sandro Wagner und Sebastian Rudy musste man zuletzt zwei Profis an den deutschen Rekordmeister abgeben, mit Serge Gnabry gilt es einen weiteren Top-Star zur kommenden Spielzeit zu ersetzen. "Wir haben Optionen. Aktuell ist einiges in der Pipeline, viele Ideen sind in der Vorbereitung", so der 39-Jährige. In diesem Zusammenhang werden vom Transferportal die Namen Alfred Finnbogason (FC Augsburg) und Leonardo Bittencourt (1. FC Köln) ins Spiel gebracht. Julian Nagelsmann bezeichnete er indes als "außergewöhnlichen Trainer". Vor 2019 scheint man ihn zumindest nicht ersetzen zu müssen.