Nach dem Drama ist vor dem Drama – oder so ähnlich. Für den SC Freiburg steht nach dem Spiel beim Hamburger SV gleich der nächste Stresstest gegen den 1. FC Köln auf dem Plan. Mit einem Sieg könnte man zumindest einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, bei einer Niederlage könnte es noch mal richtig düster werden. Trainer Christian Streich will sich davon aber nicht negativ beeinflussen lassen.


Das 0:1 beim Hamburger SV war eine bittere Pleite für den Sport-Club. Jedoch wären die Badener nicht der SC Freiburg, wenn sie nicht völlig nüchtern und realitätsnah mit der Situation umgehen würden. Daher lässt sich Christian Streich auch nicht verunsichern von der jüngsten Niederlagenserie. Die letzten fünf Partien gingen allesamt verloren, weshalb man inzwischen auf Rang 16 angekommen ist und den Atem des HSV im Nacken spürt.


Streich unterstreicht aber auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den 1. FC Köln: „Die Atmosphäre ist - auch wenn sie es kaum glauben möchten – gut.“ Daher sei er „gespannt, was am Samstag passiert. Aber ich bin nicht negativ.“ Vielmehr habe man sich nicht sonderlich mit den Rheinländern beschäftigt, die ihrerseits bei noch drei ausstehenden Spielen und neun zu vergebenen Punkten acht Zähler Rückstand und somit einen klitzekleinen Strohhalm auf Platz 16 haben. Stattdessen war man im Breisgau auf sich konzentriert.


Denn mit einem Sieg könnte man den Abstieg des 'Effzeh' besiegeln und gleichzeitig einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, oder zumindest den Relegationsrang sichern und damit zwei weitere Spiele erkämpfen, die die Ligazugehörigkeit sichern. Streich hat daher klare Vorstellungen an die Partie: „Köln wird Vollgas geben, weil sie alles wollen, nur nicht Letzter werden in der Tabelle. Das wird ein Bundesligaspiel, wo sich beide Mannschaften voll abarbeiten werden.“


Auch für die Anhänger hat er eine Bitte: „Die Leute sollen uns am besten vorwärts und rückwärts brüllen. Es ist unglaublich, wie sie es auch gegen Wolfsburg gemacht haben.“ Denn so der Coach weiter: „Das wird ein total schwieriges Spiel für uns, aber das ist jetzt egal. Wir werden kämpfen.“ Damit auch in der nächsten Saison Bundesliga-Fußball im Schwarzwald zu sehen ist.