Das Wembley-Stadion in London gehört nach wie vor zu den berühmtesten und stimmungsvollsten Fußballtempeln der Welt. Nachdem der Premier-League-Klub Tottenham Hotspur im Rahmen der Arbeiten an seinem neuen Stadion für die Heimspiele ins Wembley zog, steht die Arena nun vor einem Verkauf an den Eigentümer des aktuellen Zweitligisten FC Fulham.


Englischen Medien zufolge soll der pakistanische Besitzer des FC Fulham, Shahid Khan, das Wembley-Stadion kaufen wollen und soll dafür bereit sein, tief in die Tasche zu greifen. Demnach soll er dem englischen Ligaverband FA, aktueller Besitzer des Stadions, 500 Millionen Pfund bieten. Mehr als 300 Mio. Pfund könnte die FA darüber hinaus noch durch Einnahmen der im Stadion veranstalteten Events einnehmen, was einen Gesamtbetrag von 800 Mio. Pfund (umgerechnet rund 915 Mio. Euro) ergibt. 


Die Gespräche zwischen den Parteien sollen bereits weit fortgeschritten sein. Berichten zufolge habe er mit FA-Boss Martin Glenn die Umstände für den Verkauf des Stadions bereits ausgehandelt, sodass nur noch der Vorstand der FA die Rahmenbedingungen akzeptieren müsse. Aller Voraussicht nach wird der Deal schon in den kommenden Tagen endgültig finalisiert werden

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Baldiger Besitzer des Wembley-Stadions in London: Fulham-Eigner Shahid Khan



Khan, neben dem FC Fulham auch noch Eigentümer des NFL-Franchise Jacksonville Jaguars, gehört laut Forbes-Rangliste mit einem Gesamtvermögen von geschätzten 7,3 Mrd. US-Dollar (5,9 Mrd. Euro) zu den reichsten Menschen der Welt. Warum Khan das Wembley-Stadion kaufen will, ist bislang nicht bekannt. Womöglich wäre die Fußballarena für ihn der erste Schritt, ein NFL-Franchise in der britischen Hauptstadt London aufzubauen. 


Auch wenn das Wembley somit in Zukunft regelmäßiger Austragungsort für American Football sein könnte, soll sich für die Fußballfans nicht viel ändern. Sowohl das FA-Cup-Finale als auch die Länderspiele der "Three Lions", Englands Fußballnationalmannschaft, sollen weiterhin im Wembley-Stadion stattfinden.