​Der VfB Stuttgart muss für den Rest der Saison ohne den etatmäßigen Rechtsverteidiger Andreas Beck auskommen.​ Gegen den SV Werder Bremen überraschte​ Trainer Tayfun Korkut zuletzt mit Timo Baumgartl auf der Außenbahn. Benjamin Pavard, der in der Vergangenheit öfters auf außen aushelfen musste, soll in Zukunft in der Innenverteidigung bleiben.


Korkut hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach betont, dass er Spieler nur äußerst ungern außerhalb ihrer angestammten Positionen einsetzt. Gegen die Werderaner war der Deutsch-Türke jedoch durch den Ausfall von Beck erneut dazu gezwungen. Dass ausgerechnet der 1,90-Meter-Schlaks Timo Baumgartl den vakanten Posten ausfüllen würde, hatten vor der Partie nur die wenigsten auf dem Zettel.

Doch der Youngster machte ein sehr solides Spiel und konnte durchaus auch im Spiel nach vorne, wenn auch kleine, Akzente setzen. Auf der heutigen Pressekonferenz bestätigte der zufriedene Cheftrainer der Schwaben, dass er sich auch beim Spiel am Samstagabend gegen Bayer 04 Leverkusen erneut auf dieser Postion beweisen darf. Dabei lieferte er eine einleuchtende Erklärung: "Warum Baumgartl als rechter Verteidiger? Weil er marschieren kann und wir unser Zentrum nicht verändern wollten."


Zuvor musste Benjamin Pavard noch häufig auf der rechten Seite aushelfen. Der 22-Jährige verpasste in der Liga noch kein einziges Spiel und kam dabei sechs Mal auf der rechten Außenbahn zum Einsatz. Dabei zog sich der französische Nationalspieler zwar zumeist achtbar aus der Affäre, seine Stärken kann der Verteidiger aber im Abwehrzentrum noch besser ausspielen.

So machte auch er gegen Bremen ein starkes Spiel und war einer der Hauptfaktoren, wieso die Stuttgarter ohne Gegentor blieben. Dabei harmonierte er exzellent mit seinem Nebenmann Holger Badstuber. Auch im Hinsicht einer möglichen Vertragsverlängerung des Shootingstars, könnte es von Bedeutung sein, dass der Lockenkopf die Gewissheit bekommt, dass er auf seiner Lieblingsposition spielen darf. Auch wenn er sich bisher stets ohne Murren in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. 


Darüberhinaus offenbarte Korkut, dass auch der Gesundheitszustand des Franzosen eine Rolle gespielt hat. "Wir hatten im Hintergedanken, dass er nach seiner Verletzung nicht unbedingt viel nach hinten und vorne marschieren muss. Er wollte unbedingt spielen und hat auf die Zähne gebissen", so der 44-Jährige.