Auf der Suche nach einem Kovac-Nachfolger gilt David Wagner weiter als heißer Kandidat. Der Trainer von Premier-League-Aufsteiger Huddersfield Town soll auch beim FC Chelsea auf der Liste stehen. Der gebürtige Frankfurter sagt nun, er nehme die Gerüchte zwar wahr, will sich aber zunächst auf den Klassenerhalt mit Huddersfield konzentrieren.


David Wagner hat sich in England einen Namen gemacht. Der Deutsch-Amerikaner und Trauzeuge von Jürgen Klopp steht seit November 2015 an der Seitenlinie von Huddersfield Town. Damals wechselte der 46-Jährige von der BVB-Reserve auf die Insel.


Den Klub der nordenglischen 150.000-Einwohner-Stadt führte Wagner in der vergangenen Spielzeit sensationell in die Premier League. Und auch dort läuft es für die "Terrier" gut: Huddersfield liegt vier Spieltage vor Saisonende auf Kurs Klassenerhalt - trotz des für englische Verhältnisse geringen Budgets.


Klar ist, dass die Leistungen Begehrlichkeiten wecken - auch beim Trainer. Wagner gilt als ​Kandidat für den wohl im Sommer freiwerdenden Posten beim FC Chelsea und ist auch in der Bundesliga in den Blickpunkt gerückt. Dort ​sucht Eintracht Frankfurt nach dem besiegelten Abgang von Niko Kovac zu den Bayern bekanntlich einen neuen Übungsleiter. Die Verbindung zum gebürtigen Frankfurter und Ex-Eintracht-Profi Wagner ist schnell geknüpft.

"Ich nehme das natürlich wahr", verrät der Erfolgscoach nun in einem Interview mit dem kicker. Ablenken lassen will er sich davon aber nicht. Schließlich möchte er "erst das Ziel erreichen". Und das heißt Klassenerhalt mit Huddersfield. Sechs Punkte hat das Wagner-Team Vorsprung auf die Abstiegsränge. Am Sonntag empfangen die Terrier den Tabellenachten FC Everton (16 Uhr). Mit dem zweiten Heimsieg in Folge wäre das Ziel zum Greifen nah. "Wenn wir gewinnen, bleiben wir in der Premier League. Das steht für mich ungeachtet aller theoretischen Möglichkeiten fest", glaubt Wagner. 

Ungeachtet der Spekulationen um seine Person rechnet er mit einem Verbleib in Huddersfield, wo sein Vertrag noch bis Sommer 2019 läuft. "Das ist der Plan und die wahrscheinlichste Option“, so der 46-Jährige. Wagner fühlt sich wohl im Norden Englands, kommt mit Klubbesitzer Dean Hoyle bestens klar. "Ich handhabe es wie letztes Jahr. Erst das große Ziel erreichen, dann sitze ich mit unserem Besitzer an einem Tisch. Wir haben ein überragendes Verhältnis und sprechen in Ruhe über die Zukunft", erklärt er. Das "erste und letzte Gespräch" werde er mit Hoyle führen, denn "dafür habe ich dem Klub zu viel zu verdanken und mit ihm so viele schöne Dinge erleben dürfen".


Ein ganz klares Bekenntnis zu Huddersfield klingt dennoch anders. Schließlich sagt Wagner, er "schaue dann, welche Optionen eventuell noch da sind“, sollte der Klassenerhalt feststehen.