Der Hamburger SV spielte zuletzt unter dem neuen Trainer Christian Titz zeitweise mitreisenden Offensivfußball und hat nach dem Sieg gegen den SC Freiburg wieder Hoffnungen auf den Relegationsplatz. Ein Gesicht des Aufschwungs der Rothosen ist dabei Tatsuya Ito. Gegenüber der Vereinsseite der Hanseaten zeigte sich der Flügelspieler sehr ehrgeizig.​


Der 20-Jährige wurde zu Saisonbeginn auch von Ex-Trainer Markus Gisdol eingesetzt und konnte seine Qualitäten andeuten. Unter ​Bernd Hollerbach war der Japaner aber zumeist außen vor. Christian Titz kannte den Flügelflitzer bereits aus der Jugend der Hanseaten und verhalf ihm zu einem Stammplatz bei dem Traditionsverein.

Seine eigenen Qualitäten sind dem kleinen Wirbelwind sehr bewusst. "Meine Stärken liegen definitiv im Eins-gegen-eins. Es ist gut, den Ball zu besitzen, aber man muss auch das nötige Risiko eingehen. Das ist mein Job. Wenn ich an meinem Gegenüber vorbeikomme, dann ist das für uns ein Vorteil, um Chancen zu kreieren." Doch ebenso viel Augenmerk lege er auf das, was noch zu verbessern ist: "Natürlich kann und muss ich in vielen Bereichen noch besser werden. Dazu zählt es, Tore zu schießen und Flanken zu geben, die zu einem Treffer führen."


Dabei versicherte er, dass er ständig an sich arbeitet. "Ich bin extrem ehrgeizig und will in jeder Sekunde besser werden. Sei es durch die Arbeit auf dem Platz, im Kraftraum oder auch bei der Regeneration", so der junge Offensivmann. Dass er mit einer Größe von 1,63 zu den kleinsten Spielern der Liga gehört, sieht er jedoch eher als Vorteil, schließlich seien einige seiner Vorbilder wie Eden Hazard und Dries Mertens nur unwesentlich größer als er. "In meinen Augen ist es für einen Flügelspieler ein Vorteil, klein zu sein. Schließlich sind Beweglichkeit, Stabilität und Geschwindigkeit auf dieser Position wichtig", so Ito.

An die anstehenden Weltmeisterschaft verschwendet der Japaner nach eigener Aussage kaum einen Gedanken, schließlich sei er noch jung und könne "auch in vier Jahren noch eine WM spielen". Der Fokus soll vielmehr weiterhin auf dem HSV liegen. Am kommenden Wochenende kommt es gegen den VfL Wolfsburg erneut zu einem echten Sechs-Punkte-Spiel gegen den Abstieg. Der Außenbahnspieler glaubt an ein positives Ergebnis. "Wir leben noch und diese Haltung spürt man. Vor allen Dingen die Hamburger Fans sind richtig klasse. Alleine wegen ihnen dürfen wir nicht aufgeben. Wenn wir das Spiel in Wolfsburg gewinnen, dann sind es noch zwei Zähler Rückstand. Das kann man in zwei Spielen aufholen. Wir werden nicht absteigen."