Nach 22 Jahren beim FC Arsenal wird Arsène Wenger den Verein zum Saisonende verlassen. Im Rahmen einer Pressekonferenz äußerte sich der Franzose nun zu seiner Zukunft und ließ durchblicken, dass er seine Trainerkarriere offenbar noch nicht beenden möchte. Im Gegenteil: das anstehende Halbfinale gegen Atlético Madrid soll nicht das letzte europäische Pokalspiel sein, das Wenger von der Seitenlinie aus betreut.


Mit dem ersten internationalen Titel beim FC Arsenal wollen die 'Gunners' den 68-Jährigen verabschieden, der in London eine Ära prägte. Im Halbfinale der Europa League wartet dafür Atlético Madrid. Doch unabhängig vom Ausgang der Partie scheint Wenger mit europäischem Fußball noch nicht abgeschlossen zu haben. "Ich hoffe, das sind nicht meine letzten Spiele im europäischen Wettbewerb. Mein Ziel ist es, erneut in Europa zu spielen", so das Bekenntnis des Franzosen, der sich somit gleichbedeutend bei diversen Top-Klubs ins Gespräch gebracht haben dürfte. Aufgrund seiner Herkunft könnte vor allem ein Engagement in der französischen Ligue 1 reizen.

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"Sie werden meine Telefonnummer finden." Arsène Wenger macht sich hinsichtlich seiner Zukunft keine Sorgen.


"Sie werden meine Telefonnummer finden, seid unbesorgt. Aber im Moment bin ich nicht bereit, mich etwas anderem als Arsenal London zu widmen", ergänzte Wenger. Dabei betonte der Trainer, der offenbarte, dass das Timing seines Abschiedes nicht wirklich seine Entscheidung gewesen sei, ein sonderbares Gefühl in Bezug auf seine anstehende Zukunft. 


"Ich hatte 35 Jahre lang keine Pause. Du kannst dich umschauen, das existiert sonst nicht. Ich weiß nicht, wie süchtig ich bin. Ich bin wie ein Kerl, der wöchentlich russisches Roulette spielt und plötzlich keine Waffe mehr hat. Ich werde sehen, wie sehr ich diese Waffe vermisse. Man lebt immer in extremen Situationen. Als ich mit 33 anfing, dachte ich, ich würde niemals in diesem Beruf überleben, aber man lernt, seine Emotionen zu dominieren. Man ist sich nie sicher, ob man das Richtige tut. Es wird surreal sein, wenn ich nicht arbeite. Momentan arbeite ich", sagte der Franzose. Wo und ob sich Wenger zur kommenden Saison engagieren wird, bleibt abzuwarten.