In den vergangenen Wochen lief bei Mathew Leckie nicht viel zusammen. Der Australier wirkte müde und überspielt, was vor allen Dingen auf die langen Länderspielreisen mit der australischen Nationalmannschaft zurückzuführen ist. Damit ihn in der kommenden Saison selbiges Schicksal kein zweites Mal ereilt, hat Herthas Sportchef Michael Preetz einen Plan ausgeklügelt.


Kurz nach dem Start in die Saison 2017/18 wurde Mathew Leckie als absoluter Königstransfer gefeiert. In den ersten fünf Meisterschaftsspielen erzielte der Flügelstürmer in Diensten von Hertha BSC starke vier Tore. ​Im Herbst rutschte der Australier jedoch in ein Leistungstief. Mit Australien löste Leckie das Ticket für die anstehende WM in Russland.


Doch die Reisestrapazen mit den Socceroos zehrten an den Kräften des 1,81 Meter großen Außenangreifers. Die Formkurve stieg in den vergangenen Spielen jedoch wieder nach oben. Im letzten Spiel bei Eintracht Frankfurt (3:0) erzielte Leckie seinen ersten Treffer seit sieben Monaten. „Er bringt Energie in unser Spiel“, lobt BSC-Trainer Pál Dárdai im kicker.

Eintracht Frankfurt v Hertha BSC - Bundesliga

Mathew Leckie feiert seinen Treffer in Frankfurt



„Die vielen Reisen zum Nationalteam haben Kraft gekostet“, sagt Leckie. In Berlin wird in der kommenden Saison ein Umdenken stattfinden. Das kündigt Sportchef Michael Preetz an, der in der Causa Leckie offenbar schon einen genauen Ablaufplan für die Zukunft im Blickwinkel hat.


„Eine Überlegung ist es, Mathew nach Reisen zur Nationalelf am folgenden Bundesliga-Spieltag konsequent rauszunehmen, damit er noch besser regeneriert“, erläutert Preetz und ergänzt: „Und vielleicht spreche ich mit ihm auch darüber, ob er künftig auf die Testländerspiele verzichtet.“ Mit Leistungen wie im letzten Spiel gegen Frankfurt ist Leckie in jedem Fall ein absoluter Gewinn für die Hertha.