​Mit Zlatko Junuzovic verliert Werder Bremen nicht nur seinen Kapitän, sondern auch einen wichtigen Leistungsträger. Allerdings hat das Team von Florian Kohfeldt schon bewiesen, dass es auch ohne den Österreicher geht. Der Werder-Coach kündigte für die kommende Spielzeit dennoch einen externen Nachfolger an. Der heißt wohl Kevin Möhwald.


Werder-Kapitän Zlatko Junuzovic wird zum Ende der Saison seine Zelte an der Weser nach sechs Jahren abbrechen. Der 30-jährige Österreicher hat seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert und wird sich ​ablösefrei einem neuen Klub anschließen. Wie dieser heißen wird, wollte Junuzovic noch nicht verraten. Selbst sein aktueller Trainer Florian Kohfeldt hat keine Ahnung. "Ich kann reinen Gewissens sagen, dass ich nicht weiß, wo er hingeht“, versicherte er im Gespräch mit Mein Werder.

Er habe alles versucht, um seinen aktuellen Kapitän zu einem Verbleib zu überreden und hätte sich darüber auch sehr gefreut, berichtete Kohfeldt. Schließlich habe Junuzovic "sportlich einen großen Wert" und sei auch für die Mannschaft und in der Kabine wichtig. "Für mich persönlich ist er eine enge Bezugsperson", so der Werder-Coach.


Deshalb habe es ihn "nicht unbedingt gefreut", als er von der Entscheidung des Österreichers erfahren hatte. "Ich kann es aber nachvollziehen, dass er im fortgeschrittenen Fußballer-Alter noch einmal etwas neues sehen will", erklärte Kohfeldt.


Kohfeldt kündigt externen Junuzovic-Ersatz an - Lob für Möhwald


Für die Grün-Weißen gilt es nun die Lücke, die der 30-jährige Spielführer hinterlassen wird zu schließen. "Es ist grundsätzlich klar, dass wir auf dieser Position etwas machen werden“, verriet Kohfeldt und nannte dabei das Anforderungsprofil für Neuzugänge auf der Junuzovic-Position. Dabei sei es nicht wichtig ob der Nachfolger Links- oder Rechsfuß sei. "Wir brauchen einen Spieler, der sich in den Zwischenräumen wohlfühlt und keinen, der da draußen an der Linie klebt“, betonte der Werder-Coach.


Einer der diesem Profil entsprechen könnte ist Kevin Möhlwald vom designierten Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Nürnberg. "Er kann sich gut in den Zwischenräumen bewegen und hat auch strategisch Stärken“, meinte Kohfeldt zum 24-Jährigen, der seit Wochen mit Werder in Verbindung gebracht wird. Perfekt sei der Wechsel aber noch nicht, versicherte der SVW-Trainer: "Wenn es was zu verkünden gibt, macht das Herr Baumann.“ Wie bei Junuzovic läuft auch Möhwalds Vertrag aus - Werder müsste für einen geeigneten Nachfolger also kein Geld investieren.

Gondorf ein Kandidat - vielleicht sogar als Delaney-Ersatz?


Das wäre auch bei Jerome Gondorf der Fall. Der 29-Jährige spielt nämlich schon seit einem Jahr an der Weser und kommt laut Kohfeldt ebenfalls für die Rolle des scheidenden Österreichers infrage. 

An der Weser hoffen sie, dass ein mögliches Duo Gondorf und Möhwald nicht gleich zwei aktuelle Führungsspieler ersetzen muss. Bei Werder geht weiter die Angst vor dem Abschied von Thomas Delaney um. Der Däne hegt weiter den großen Traum von England und hat jüngst einen vorzeitigen Abschied in die Premier League nicht ausgeschlossen.

Winken die britischen Klubs mit ihren reichlich vorhandenen Pfund-Noten, wäre Delaney trotz Vertrag bis 2021 wohl nur schwer zu halten. Bleibt er an der Weser, könnte sogar das ​Kapitänsamt für den Mittelfeld-Motor winken.