​Es ist der 32. Spieltag und der SC Freiburg wird auf den Abstiegskandidaten 1. FC Köln treffen. Nach dem Remis auf Schalke am vergangenen Spieltag (2:2) steht der Abstieg der Kölner so gut wie fest. Doch wen werden die Rheinländer in die zweite Liga mitnehmen? Der SC Freiburg hat noch einige Chancen, diesem Szenario aus dem Weg zu gehen.


Am Samstag könnte sich entscheiden, wer in dieser Saison in die zweite Liga absteigt. Als Kandidaten gelten allen voran der 1. FC Köln und der HSV. Doch auch der SC Freiburg und Mainz 05 wackeln gefährlich. Für den HSV wäre es der erste Abstieg in der Klubhistorie, während die Kölner bereits fünf mal in die 2. Bundesliga mussten. Die Hamburger treten am Samstag gegen den VfL Wolfsburg an, der aktuell mit fünf Punkten vor dem HSV liegt. 


Gewinnen die Hamburger, dann bleibt es weiterhin spannend im Tabellenkeller. Spiegel Online hat für die Rothosen ausgerechnet, was passiert, falls sie verlieren sollten. Sollten sie gegen die Wölfe verlieren, die Freiburger gegen den FC Köln gewinnen und Mainz den Tabellensechsten RB Leipzig schlagen, steigen die Hamburger mit acht Punkten Rückstand sicher ab. Nur ein Sieg gegen Wolfsburg könnte sie weiter im Abstiegsrennen halten. 


Für den 1. FC Köln ist die Rechnung dagegen ganz einfach. Verliert der Effzeh gegen die Mannschaft von Trainer Christian Streich, dann steigen sie definitiv ab. Um überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, müssten die Kölner alle verbleibenden Spieltage gewinnen und selbst dann wäre der Klub auf die Ergebnisse seiner Abstiegskonkurrenten angewiesen. Bedenkt man, dass sie am 33. Spieltag auf den FC Bayern München treffen, schwindet die Hoffnung, alle Spiele gewinnen zu können, sowieso auf ein Minimum. Man kann also eigentlich sicher sagen: Der Effzeh steigt ab. 


Der SC Freiburg ist ein Abstiegskandidat


Nun geht es darum, wen die Kölner mit in die zweite Bundesliga nehmen. Wie gesagt, wäre der HSV ein Kandidat. Doch wie man beim letzten Spieltag gesehen hat, wissen die Rothosen, wie man kämpft und auch siegt. Der SC Freiburg wäre daher der nächste Klub in der Tabelle, der als Anwärter auf den Abstieg gilt. Mit der gezeigten Leistung der letzten Spieltage scheint das auch nicht sehr verwunderlich zu sein. Jedoch stehen die Breisgauer mit 30 Punkten relativ sicher auf ihrem Tabellenplatz. Schaut man sich zudem das untere Drittel der Tabelle an, ist klar, dass der Abstieg des SCF noch lange nicht feststeht. Mainz 05 und der VfL Wolfsburg stehen beide Punktegleich über den Breisgauern. Ein Sieg am Samstag vor den eigenen Fans gegen den 1. FC Köln könnte die Mannschaft ganz schnell zwei Tabellenplätze nach oben katapultieren und dem Abstieg von der Schippe springen. Doch wie sieht die Lage in Freiburg aus? Wäre ein Sieg denkbar?


Schaut man die Statistik an, gibt es wenig Hoffnung auf einen siegreichen Samstagnachmittag für den SCF. Die letzten fünf Spiele wurden verloren, vier davon zu Null. Die Freiburger scheinen das Tore schießen verlernt zu haben. Dennoch, ein Sieg ist denkbar. Aktuell sind außer den Langzeitverletzten alle Spieler fit und trainieren fleißig. Laut Abwehrmann Lukas Kübler ist die Stimmung im Training sehr konzentriert. "Jeder weiß, worum es geht. Wir schaffen es dabei, uns den Spaß zu erhalten. Alle schätzen die Lage richtig ein", so der 25-jährige in einem internen Interview. Und das ist auch wichtig. Für die Kölner geht es schließlich um alles. "Sie werden möglicherweise hohes Risiko gehen, denn sie müssen ihre letzten drei Spiele alle gewinnen. Das kann für uns Vor- aber auch Nachteil sein", weiß Hübner.

Doch auch die Statistik der letzten Spiele spricht für das Team von Christian Streich. Beim Hinspiel, das als "Schneeballschlacht" in die Geschichte eingegangen ist, konnte der SC Freiburg nach 0:3 noch 4:3 gewinnen. Doch als emotionaler Pluspunkt kann das Spiel nicht gesehen werden. "Ich möchte das Spiel eigentlich nicht nochmal erleben. Es würde nämlich bedeuten, dass wir in Rückstand geraten würden", sagt Kübler und keiner kann ihm das verdenken. Aktuell kann der SC Freiburg keine Tore schießen. Selbst die Standards, die die Stärke der Breisgauer in der gesamten Saison waren, scheinen im Moment nicht zu funktionieren. Doch Kübler ist dennoch zuversichtlich. "Wir stehen als Mannschaft zusammen. Das ist echt gut hier. Den Abstiegskampf können wir nur gemeinsam bestehen."