​Gareth Bale steht bei Real Madrid auf dem Abstellgleis. Der Waliser ist unter Zinedine Zidane nicht sonderlich gefragt und kommt meist nur noch gegen die kleineren Gegner zum Einsatz. Am Mittwochabend wird der einst teuerste Fußballer im Champions-League-Halbfinale gegen die Bayern wohl erneut keine Rolle spielen. Einem Wechsel an die Isar wäre Bale nicht abgeneigt.


"Im Fußball kannst du niemals nie sagen", betonte Bale in einem Interview mit der Sport BILD. "Im Moment spiele ich Fußball in Madrid und genieße es. Der FC Bayern hat eine fantastische Mannschaft und war auch in der Vergangenheit schon immer einer der erfolgreichsten Vereine Europas. Mit diesem Klub in Verbindung gebracht zu werden, ist für jeden eine Ehre. Stand jetzt bin ich aber Spieler von Real Madrid."



Unter Zinedine Zidane dürfte der 28-Jährige jedoch keine Zukunft bei den 'Los Blancos' haben. Zuletzt kam der Waliser nur sporadisch zum Einsatz. In wichtigen Spielen, wie das in München, bleibt der Flügelspieler außen vor. 


Unter Carlo Ancelotti lief das noch deutlich anders. Gemeinsam mit dem Italiener holte Bale 2014 den Henkelpott, damals noch als Leistungsträger. Beim heutigen Gegner aus München konnte der Coach aber nicht Fuß fassen: "Ich habe natürlich keinen Einblick in die Dinge, die beim FC Bayern vorgefallen sind", so Bale weiter. "Manchmal ist es so, dass eine Mannschaft zum Saisonstart einfach schwer in Tritt kommt und dann nicht mehr die Kurve kriegt. Es scheint, als sei das bei Bayern passiert. Das sagt aber nichts über Carlo Ancelotti als Trainer aus. Er hat so viele Trophäen in seiner Karriere gewonnen, und ich bin sicher, er wird bei einem anderen Klub zurückkommen und das dort wieder tun. Die Arbeit, die ich unter ihm erlebte, lässt daran keinen Zweifel."


Mit Toni Kroos, James Rodriguez und Arjen Robben gibt es einige Akteure, die bereits für die jeweils andere Mannschaft aufliefen. Glaubt man den Gerüchten, könnte Robert Lewandowski bald zu dieser Riege stoßen. "Auf jeden Fall hat Robert Lewandowski die Qualität für Real. Er ist einer der besten Stürmer der Welt, der sowohl beim FC Bayern wie auch in seiner Nationalmannschaft ein Garant für Tore ist. Wir wissen, welch ernstzunehmende Gefahr er in den Spielen gegen uns darstellt. Er ist ein großartiger Vollstrecker, umso genauer werden wir ihn im Auge behalten", warnt der Waliser.