​Nach dem 2:2-Unentschieden gegen den FC Schalke 04 ist der Abstieg des 1. FC Köln so gut wie besiegelt. Angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz sind die Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur. In dieser schwierigen Phase setzte der umworbene ​Jonas Hector mit seiner Vertragsverlängerung ein deutliches Zeichen und bekannte sich zum 'Effzeh'. Der Verbleib des Nationalspielers könnte für die Domstädter weitreichende Folgen haben. 


"Der 1. FC Köln hat mir den Weg von der Regionalliga bis in die Nationalmannschaft ermöglicht. Ich bin diesem Klub sehr verbunden und dankbar und fühle mich in Köln sehr wohl", begründete Hector seine Entscheidung. Bis 2023 ist das neue Arbeitspapier des Linksverteidigers datiert. Die Vertragsverlängerung des 27-Jährigen, der unter anderem mit Borussia Dortmund und dem FC Bayern München in Verbindung gebracht wurde, dürfte den Verantwortlichen die Planungen für die kommende Saison ungemein erleichtern. 

Die Tatsache, dass einer der wichtigsten Leistungsträger dem Verein auch im Abstiegsfall die Treue hält, dürfte weitere Spieler zu einem Verbleib in der Domstadt bewegen. Marco Höger hat bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass ​er von seiner Abstiegsklausel keinen Gebrauch machen wird und beim Neuaufbau in der kommenden Saison mithelfen will. 


Schlussmann Timo Horn ist in Köln ebenfalls fest verwurzelt und deutete bereits an, dass er sich einen Verbleib im Abstiegsfall vorstellen könnte. Die Chancen, dass das Eigengewächs dem 'Effzeh' über den Sommer hinaus erhalten bleibt, dürften nach der Verlängerung von Hector weiter gestiegen sein. 

1. FC Koeln v VfB Stuttgart - Bundesliga

Bleibt Torhüter Timo Horn dem 1. FC Köln erhalten?



Kapitän Matthias Lehmann sowie die drei Offensivspieler Marcel Risse, Simon Zoller und Simon Terodde sind ebenfalls Kandidaten, bei denen ein Verbleib als wahrscheinlich gilt. Kiels Cheftrainer Markus Anfang, der ​im Sommer das Traineramt beim 'Effzeh' übernimmt, wird wohl auf einige Leistungsträger des aktuellen Kaders zurückgreifen können. 


Dem Übungsleiter steht in der kommenden Saison wohl ein erfahrenes Grundgerüst zur Verfügung, um das er eine schlagkräftige Mannschaft formen muss, um den sofortigen Wiederaufstieg realisieren zu können. Mit Hector, Höger & Co. dürfte sich dieses Unterfangen deutlich leichter gestalten.