​Kölns Nationalspieler Jonas Hector hat unlängst mit seiner ​Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln für Aufsehen gesorgt. Der Linksverteidiger bleibt trotz des ​so gut wie sicheren Abstiegs dem 'Effzeh' treu. Seinem Beispiel folgend, könnte auch Innenverteidiger Jorge Mere ins Grübeln kommen.


Der 21-Jährige wechselte für eine Ablöse von sieben Millionen Euro vor der Saison von Sporting Gijon zu den 'Geißböcken'. Nachdem er unter Ex-Trainer Peter Stöger nur selten zum Einsatz kam, wurde er unter Stefan Ruthenbeck zum Stammspieler. Seit dem 16. Spieltag verpasste der Spanier keine einzige Minute. Den drohenden Abstieg konnte er jedoch auch nicht verhindern.


Der Vertrag des Innenverteidigers läuft eigentlich noch bis 2022, dabei wurde jedoch eine Klausel vereinbart, dass das Arbeitspapier nicht für die zweite Liga gilt. Mit europäischen Ambitionen zum deutschen Traditionsklub gewechselt, stellt sich nun die Frage ob der Verteidiger die Ochsentour in der zweiten Liga mitmachen will und sich dennoch für einen Verbleib entscheidet.

Im Gegensatz zu Hector ist der Rechtsfuß in Köln noch nicht tief verwurzelt, dennoch ließ er zuletzt durchblicken, dass es sich in der Karnevalshochburg sehr wohl fühlt. Mit seinen jungen Jahren, könnte er sich in der zweiten Liga in Ruhe weiterentwickeln und im Falle eines sofortigen Wiederaufstiegs gestärkt zurückkommen.


Mit Markus Anfang bekommen die Kölner für die kommende Saison einen neuen Trainer. Auch wenn die Karten dann neu gemischt werden, dürfte Mere beim 1. FC Köln einen Stammplatz sicher haben. Ob ihm dies auch bei einem Wechsel zu einem anderen Verein vergönnt wäre, ist keineswegs sicher. Zudem könnte er sich etwa ein Beispiel an Timo Baumgartl vom VfB Stuttgart nehmen. In der Abstiegssaison noch ziemlich unsicher, steigerte sich der Deutsche in der zweiten Liga deutlich und ist mittlerweile eine echte Säule bei den Schwaben. Ein Jahr zweite Liga, muss demnach keineswegs als vergeudete Karrierezeit angesehen werden.